Viel Ap­plaus für „Pret­ty Wo­man“

Er war der Lie­bes­film der 90er Jah­re. Jetzt kommt das mo­der­ne Mär­chen in Ham­burg auf die Büh­ne.

Haller Tagblatt - - FEUILLETON -

Ham­burg. Es gibt wohl kaum je­man­den, der „Pret­ty Wo­man“nicht kennt: In den 1990er Jah­ren be­geis­ter­te der Film von Gar­ry Mar­shall ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum. Das mo­der­ne Aschen­put­tel-Mär­chen vom er­folg­rei­chen Ge­schäfts­mann, der sich in ei­ne le­bens­lus­ti­ge Pro­sti­tu­ier­te ver­liebt, avan­cier­te zu ei­ner der schöns­ten Lie­bes­ge­schich­ten – und mach­te Ju­lia Ro­berts und Richard Ge­re zum Traum­paar von Hol­ly­wood. Die ame­ri­ka­ni­sche Lie­bes­ko­mö­die brach et­li­che Re­kor­de und spiel­te knapp 500 Mil­lio­nen Dol­lar ein.

Fast 30 Jah­re spä­ter tau­chen die Zu­schau­er im Thea­ter an der El­be wie­der ein ins Hol­ly­wood der 1980er Jah­re: Am Sonn­tag­abend fei­er­te das Broad­way-Mu­si­cal Eu­ro­pa­pre­mie­re in Deutsch­lands Mu­si­cal­haupt­stadt Ham­burg – auch Welt­star Bryan Adams („Sum­mer of ‚69“), der zu­sam­men mit Jim Val­lan­ce die Mu­sik für das Mu­si­cal ge­schrie­ben hat, war da. Und spä­tes­tens, wenn Ed­ward trotz Hö­hen­angst mit Ro­sen in der Hand die Feu­er­wehr­lei­ter zu Vi­vi­ans Woh­nung hoch­steigt, gibt es bei den Zu­schau­ern der Me­di­en­pre­mie­re kein Hal­ten mehr.

„Wer Pret­ty Wo­man er­war­tet, be­kommt auch Pret­ty Wo­man“, hat­te Pro­du­zent Mo­ritz Scher­be­rich im Vor­feld ver­spro­chen – schließ­lich schrieb Film­re­gis­seur Gar­ry Mar­shall zu­sam­men mit J.F. Law­ton auch das Buch zum Mu­si­cal, Re­gie führt Jer­ry Mit­chell („Kin­ky Boots“). So ist das Büh­nen­bild dem Set des Hol­ly­wood-Klas­si­kers nach­emp­fun­den und lässt die be­rühm­ten Sze­nen des Films wie­der le­ben­dig wer­den: ob Ro­deo-Dri­ve, Ed­wards Ho­tel­sui­te oder die Lob­by des Re­gent Be­ver­ly Wilshire. Fans wer­den die ver­trau­ten Schau­plät­ze des Films wie­der­ent­de­cken – in­klu­si­ve Ba­de­wan­nen­sze­ne, wenn Vi­vi­an vol­ler Hin­ga­be mit­singt.

Die bei­den Mu­si­cal­stars Patri­cia Mee­den („Bo­dy­guard“) und Mark Sei­bert („Eli­sa­beth“) har­mo­nie­ren gut mit­ein­an­der – kein Wun­der, ist es be­reits die vier­te ge­mein­sa­me Pro­duk­ti­on.

Ver­zich­ten müs­sen die „Pret­ty Wo­man“-Fans je­doch auf den Ori­gi­nal-Sound­track mit den Hits von Ro­xet­te („It Must Ha­ve Be­en Lo­ve“) und Roy Or­b­i­son. „Pret­ty Wo­man“gibt es nur zum Schlusspp

Fo­to: Sta­ge En­ter­tain­ment

Patri­cia Mee­den und Mark Sei­bert.

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