Un­ga­ri­scher Bot­schaf­ter zu Gast

Haller Tagblatt - - LANDKREIS HALL -

Pé­ter Györ­kös be­rich­tet auf Schloss Stet­ten von der Öff­nung der West­gren­ze vor 30 Jah­ren.

Kün­zel­sau. Der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Chris­ti­an von Stet­ten emp­fängt zum Tag der Deut­schen Ein­heit am Don­ners­tag, 3. Ok­to­ber, den un­ga­ri­schen Bot­schaf­ter Pé­ter Györ­kös.

Im Som­mer 1989 hiel­ten sich mehr als 200 000 Ost­deut­sche in Un­garn auf und war­te­ten auf ei­ne Ge­le­gen­heit zur Flucht. „Sie woll­ten ihr Le­ben im Kom­mu­nis­mus der DDR auf­ge­ben und ei­ne neue Zu­kunft in Frei­heit und so­zia­ler Markt­wirt­schaft in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land be­gin­nen“, schreibt von Stet­ten in ei­ner Mit­tei­lung, und wei­ter: „Al­le Ost­deut­schen hat­ten ein grund­ge­setz­lich ver­brief­tes Recht, in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land le­ben zu kön­nen, und die bun­des­deut­schen Bot­schaf­ten ha­ben so vie­le Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men wie mög­lich.“

Die un­ga­ri­sche Re­gie­rung ö—ne­te am 10. Sep­tem­ber 1989 ih­re West­gren­ze und da­mit den „Ei­ser­nen Vor­hang“für die DDRFlücht­lin­ge. Die­se Ent­schei­dung lös­te ei­ne neue Dy­na­mik aus: Zwei Mo­na­te spä­ter fiel die Ber­li­ner Mau­er und Deutsch­land konn­te wie­der­ver­ei­nigt wer­den, heißt es wei­ter. Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäu­b­le ha­be kürz­lich im Deut­schen Bun­des­tag er­klärt: „Wir Deut­sche ver­ges­sen den mu­ti­gen Bei­trag Un­garns zur Wie­der­ver­ei­ni­gung un­se­res Lan­des nicht.“

Das hat von Stet­ten zum An­lass ge­nom­men, Pé­ter Györ­kös, in die Brun­nen­hal­le nach Schloss Stet­ten ein­zu­la­den. Er war in die da­ma­li­gen un­ga­ri­schen Ent­schei­dun­gen in­vol­viert und will dar­über be­rich­ten.

Pé­ter Györ­kös be­sucht am Don­ners­tag Schloss Stet­ten.

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