„Nicht an schwar­zer Null fest­hal­ten“

Wirt­schaft In­sti­tu­te war­nen die Bun­des­re­gie­rung vor ei­ner zu schar­fen Spar­po­li­tik.

Haller Tagblatt - - VORDERSEIT­E -

Ber­lin. Die füh­ren­den For­schungs­in­sti­tu­te ha­ben die Bun­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, nicht zwang­haft an ei­nem aus­ge­gli­che­nen Haus­halt fest­zu­hal­ten. Trotz der ein­ge­trüb­ten Kon­junk­tur be­ste­he zwar kei­ne Ver­an­las­sung für kon­junk­tur­po­li­ti­schen Ak­tio­nis­mus, heißt es in ih­rem Herbst­gut­ach­ten, das an die­sem Mitt­woch in Ber­lin veröžent­licht wer­den soll.

Die Re­gie­rung sol­le viel­mehr die so­ge­nann­ten au­to­ma­ti­schen Sta­bi­li­sa­to­ren wir­ken las­sen, schrei­ben die For­scher im Gut­ach­ten, das der SÜD­WEST PRES­SE vor­ab vor­lag. So stei­gen zum Bei­spiel die Aus­ga­ben der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung in ei­ner Wirt­schafts­flau­te an und glei­chen so ei­nen Teil des ne­ga­ti­ven Ežekts aus. Für die­sen Mecha­nis­mus bie­te die Schul­den­brem­se ge­nü­gend Spiel­raum, heißt es in dem Gut­ach­ten. „Die­ser soll­te frei­lich nicht ein­ge­engt wer­den“, um an der schwar­zen Null fest­zu­hal­ten und kei­ne Schul­den auf­zu­neh­men.

Ih­re Wachs­tums­er­war­tun­gen kor­ri­gie­ren die In­sti­tu­te noch ein­mal deut­lich nach un­ten. Sie er­war­ten für das Jahr 2019 ei­nen An­stieg des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes von 0,5 Pro­zent und da­mit 0,3 Punk­te we­ni­ger. Für das kom­men­de Jahr rech­nen die Öko­no­men nur noch mit 1,1 statt wie bis­lang mit 1,8 Pro­zent.

Die For­scher lo­ben das Kli­ma­pa­ket der Ko­ali­ti­on. Die Re­gie­rung set­ze mit dem Emis­si­ons­han­del auf das ge­eig­ne­te In­stru­ment. Al­ler­dings plä­die­ren sie für ei­nen hö­he­ren Ein­stiegs­preis als die ver­ein­bar­ten zehn Eu­ro pro Ton­ne CO2.

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