Kunst- und Wis­sen­schasfrei­heit

Haller Tagblatt - - THEMEN DES TAGES / POLITIK - An Schu­len

Die Kunst- und Wis­sen­schafts­frei­heit ge­hört in Deutsch­land zu den Grund­rech­ten. In Ar­ti­kel 5 des Grund­ge­set­zes heißt es: „Kunst und Wis­sen­schaft, For­schung und Leh­re sind frei. Die Frei­heit der Leh­re ent­bin­det nicht von der Treue zur Ver­fas­sung.“

Wie weit die­se Frei­heit ge­nau reicht, ist trotz­dem im­mer wie­der um­strit­ten. 1971 muss­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt des­halb den Be­griff der „Kunst“de­fi­nie­ren und stell­te klar, dass auch die Kunst­frei­heit Schran­ken hat, wenn an­de­re Grund­rech­te be­rührt wer­den. Für die Pra­xis hat das Fol­gen: Auch wenn der Staat Kul­tur­schaf­fen­de un­ter­stützt, hält er sich aus de­ren In­hal­ten raus. Es gibt kein Neu­tra­li­täts­ge­bot et­wa für Thea­ter.

sieht das an­ders aus. Seit 1976 gibt es den so­ge­nann­ten „Beu­tels­ba­cher Kon­sens“, der Schü­le­rin­nen und Schü­lern freie Mei­nungs­bil­dung er­mög­li­chen soll. Die GEW be­tont je­doch, dass Leh­rer sich des­halb nicht zwin­gend stets po­li­tisch neu­tral ver­hal­ten müs­sen. Men­schen­ver­ach­ten­de Po­si­tio­nen müss­ten zu­rück­ge­wie­sen wer­den kön­nen.

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