Flücht­lin­ge: Städ­te bie­ten Hil­fe an

Haller Tagblatt - - SÜDWESTUMS­CHAU -

„Si­che­re Hä­fen“wol­len Ge­ret­te­te bei sich auf­neh­men und for­dern trans­pa­ren­tes Ver­tei­lungs­ver­fah­ren.

Rot­ten­burg. Bun­des­weit ha­ben sich mitt­ler­wei­le 101 Städ­te zu „Si­che­ren Hä­fen“er­klärt. Das be­deu­tet: Sie sind be­reit, aus See­not ge­ret­te­te Flücht­lin­ge bei sich auf­zu­neh­men – zu­sätz­lich zur re­gu­lä­ren Auf­nah­me­quo­te. Nun tra­fen sich Ver­tre­ter aus 26 Städ­ten in Rot­ten­burg (Kreis Tü­bin­gen). Aus Ba­den-Würt­tem­berg wa­ren sechs Städ­te ver­tre­ten, dar­un­ter Frei­burg, Tutt­lin­gen und Schwä­bisch Hall.

Das Bünd­nis „Städ­te Si­che­rer Hä­fen“be­grü­ße es, dass Deutsch­land nun ein Vier­tel al­ler Mit­tel­meer-SchiŽbrü­chi­gen im Rah­men ei­nes „Ad-hoc-Me­cha­nis­mus“auf­neh­men wol­le, sag­te der Rot­ten­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Stephan Ne­her (CDU) zum Ab­schluss des Ar­beitst­reŽens. Das sei ein „ers­ter Schritt“, wei­te­re müss­ten fol­gen. Die Bun­des­re­gie­rung sol­le das „Hilfs­an­ge­bot der 100 Städ­te an­neh­men“und „Trans­pa­renz im Ver­tei­lungs­ver­fah­ren schaŽen“. Da­für soll­te es ei­nen zu­sätz­li­chen Auf­nah­me-Schlüs­sel ge­ben, an dem sich die „Si­che­re Ha­fen“-Städ­te frei­wil­lig be­tei­li­gen wür­den.

Ob die Ge­ret­te­ten zu­nächst in ein Erst­auf­nah­me­la­ger oder gleich in die Kom­mu­nen ge­bracht wer­den soll­ten, hän­ge von den Be­din­gun­gen in den Bun­des­län­dern ab. Sie soll­ten Zu­gang zu ei­nem fai­ren, recht­staat­li­chen Asyl­ver­fah­ren er­hal­ten und recht­lich und fi­nan­zi­ell mit an­de­ren Flücht­lin­gen gleich ge­stellt wer­den. Der Bund sol­le sich an den Kos­ten da­für be­tei­li­gen.

Die Städ­te hät­ten ih­re Kom­pe­tenz bei der Un­ter­brin­gung und In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen be­wie­sen,

Fo­to: CDU

Gast­ge­ber des Städ­te-Tre ens: Der Rot­ten­bur­ger OB Stephan Ne­her.

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