Fi­gu­ren in ab­stra­hier­ter Form Aus­stel­lung

Haller Tagblatt - - KULTUR -

Der Ho­hen­lo­her Kunst­ver­ein zeigt in Kün­zel­sau Wer­ke von Ur­su­la Plo­g­höft.

Kün­zel­sau. Mensch­li­che Fi­gu­ren, häu­fig sit­zend, manch­mal auch kau­ernd, prä­gen ih­re Kunst. Der zwei­te Vor­sit­zen­de des Ho­hen­lo­her Kunst­ver­eins, Franz Raßl, spricht von „ei­ner Meis­te­rin der Zeich­nung, der Li­nie“. Die Re­de ist von Ur­su­la Plo­g­höft. 42 Bil­der und 13 Ton­fi­gu­ren stellt die im Schwarz­wald le­ben­de Künst­le­rin in der Spar­kas­se aus. „Po­si­tio­nen – Va­ria­tio­nen“heißt der Ti­tel der Aus­stel­lung, zu der jetzt die Ver­nis­sa­ge statt­fand.

„Er hat in­so­fern recht, dass ich von der Fi­gur nicht los­kom­me“, be­stä­tigt Plo­g­höft Raßls Ein­schät­zung. Raßl, als Bild­hau­er­kol­le­ge prä­des­ti­niert, führ­te am Frei­tag in die ge­mein­sa­me Herbst­aus­stel­lung von Ho­hen­lo­her Kunst­ver­ein und Spar­kas­se ein. Gro­ße An­er­ken­nung war da her­aus­zu­hö­ren, als er von ei­ner „em­pa­thi­schen, sehr sen­si­blen Zeich­ne­rin“re­de­te, die mit ge­konn­tem Far­b­ein­satz das Li­nea­re un­ter­strei­che, „und das macht sie sehr per­fekt“. „Es ist ei­ne Oˆen­ba­rung, man schaut sich das ein­fach sehr ger­ne an“, be­ton­te der Lau­da­tor.

Es sind im­mer wie­der mensch­li­che Fi­gu­ren, de­nen man in den Bil­dern und Ton­skulp­tu­ren Plo­g­höfts be­geg­net. Die aus­ge­stell­ten Wer­ke ent­stan­den im Ate­lier der Künst­le­rin in meh­re­ren Ar­beits­durch­gän­gen. In ei­nem ers­ten Schritt et­wa zeich­net die Künst­le­rin mit Blei­stift, far­bi­ger Tu­sche und wei­chen Farb­stif­ten das Mo­tiv ih­rer Bil­der auf Pa­pier, be­vor sie die­ses dann mit ei­ner Wachs­schicht über­zieht, die sie spä­ter wie­der­um mit Hit­ze be­han­delt. Dies „ver­bin­det al­les und gibt dem Gan­zen Trans­pa­renz“, er­klärt die Künst­le­rin. Bei ih­ren Arbeiten ver­wen­det Plo­g­höft gern auch or­ga­ni­sche Fund­stü­cke.

Meh­re­re Werks­toˆe bringt Ur­su­la Plo­g­höft, die von 1972 bis 1979 an der Staat­li­chen Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te in Stutt­gart stu­dier­te, auch bei ih­ren Skulp­tu­ren zum Ein­satz. Durch ih­re Bil­der und auch durch ih­re Ton­fi­gu­ren zeigt Plo­g­höft zu­dem, wor­auf ihr künst­le­ri­sches Au­gen­merk im­mer wie­der ruht. „Mich in­ter­es­siert vor al­lem die mensch­li­che Fi­gur in ei­ner leicht ab­stra­hier­ten und über­dehn­ten Form, we­ni­ger in der pral­len pro­por­tio­nier­ten Kör­per­lich­keit“, er­klärt sie.

Fo­to: pri­vat

Ur­su­la Plo­g­hö er­scha t ih­re Wer­ke in meh­re­ren Ar­beits­durch­gän­gen.

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