Um­strit­te­ne We­ge zum Woh­nungs­bau

Haller Tagblatt - - STUTTGART UND UMGEBUNG -

Wäh­rend OB Fritz Kuhn auf Ver­dich­tung im In­nern setzt, schlie­ßen man­che Frak­tio­nen neue Bau­ge­bie­te nicht aus.

Stutt­gart. Ge­mein­de­rat und Ver­wal­tung tun sich schwer, ei­ne Ant­wort auf den Woh­nungs­man­gel in Stutt­gart zu fin­den. Das wur­de im Städ­te­bau­aus­schuss deut­lich. OB Fritz Kuhn (Grü­ne) ver­such­te, das Gre­mi­um zu ei­ner Ent­schei­dung zwi­schen In­nen­ver­dich­tung und neu­en Bau­flä­chen im Au­ßen­be­reich zu zwin­gen: „Sie soll­ten al­le mal sa­gen, was Sie wol­len.“Da müs­se man Far­be be­ken­nen, ob auf dem Bir­ka­cher Feld 8000 Woh­nun­gen ge­baut wer­den sol­len. Wie in der De­bat­te um den Kli­nikskan­dal re­agier­te Kuhn auf den SPD-Wahl­kampf. Die Ge­nos­sen hat­ten ihn bei The­men wie Woh­nungs­not in die Ver­ant­wor­tung ge­nom­men.

Nach Ein­schät­zung der Ver­wal­tung kön­nen über vor­han­de­ne Grund­stü­cke und Nach­ver­dich­tung bis 2030 rund 23 000 Wohn­ein­hei­ten (WE) er­stellt wer­den. Die SPD hat­te 30 000 Woh­nun­gen ge­for­dert. „Sie müs­sen schon sa­gen, wo man zu­sätz­lich 10 000 Woh­nun­gen bau­en kann“, sag­te Kuhn. „Die Grü­nen wol­len die Au­ßen­ent­wick­lung stop­pen“, er­klär­te Bea­te Schie­ner. Es gel­te den Bo­den­preis nied­rig zu hal­ten. 20 000 Woh­nun­gen sei­en im Üb­ri­gen bis zu 45 000 neue Ein­woh­ner. Auch Christoph Oza­sek von der Links-Frak­ti­on setzt auf Ver­dich­tung. „Stutt­gart ver­trägt 120 bis 150 WE pro Hekt­ar.“Der­zeit liegt die Ver­dich­tung bei 86 WE auf 10 000 Qua­drat­me­ter.

Kuhns An­satz, In­nen- ge­gen Au­ßen­ent­wick­lung, ak­zep­tier­ten Alex­an­der Kotz (CDU) und Mar­tin Kör­ner (SPD) nicht. Der Schwer­punkt soll auf In­nen­ent­wick­lung lie­gen, aber man wol­le die Stadt­rän­der nicht aus­schlie­ßen. Zu­mal dies, wenn ein ÖPNV-An­schluss vor­han­den ist, öko­lo­gi­scher wä­re, als in der Re­gi­on „gro­ße Klöt­ze“zu bau­en, so Kör­ner.

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