Denk­mal­res­te am Fried­hof Ge­schich­te

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Archäo­lo­gen un­ter­su­chen im Sep­tem­ber Aus­gra­bun­gen am Fried­hof. Es gibt kei­ne re­le­van­ten Be­fun­de.

Büh­ler­tann. Der­zeit wird der Fried­hof Büh­ler­tann neu ge­ord­net (mehr da­zu dem­nächst). Als im Sep­tem­ber am neu­en Zu­gang zum Fried­hof ein Teil der al­ten Fried­hofs­mau­er ab­ge­tra­gen wur­de, wa­ren vier Ta­ge lang Archäo­lo­gen vor Ort. Wie es aus dem Re­gie­rungs­prä­si­di­um heißt, „hat die Bau­be­glei­tung kei­ne re­le­van­ten ar­chäo­lo­gi­schen Be­fun­de/ Fun­de er­bracht“. Vor­ge­fun­den wur­den Aušüll­schich­ten, die mit mensch­li­chen Kno­chen durch­setzt wa­ren. Die in der un­te­ren Schicht ge­fun­de­nen Gräber wa­ren „al­le­samt mo­dern“.

Der Fried­hof bei der St. Gan­golf Ka­pel­le wur­de im Jahr 1818 neu an­ge­legt, teilt Orts­chro­nist Er­win Klein mit. Wie das Re­gie­rungs­prä­si­di­um schreibt, war bei der Gan­golfs­ka­pel­le, be­zie­hungs­wei­se dem Vor­gän­ger­bau, be­reits ein Fried­hof da­bei. Die ak­tu­el­le Ka­pel­le weist auf die Ro­ma­ni­sche Zeit hin. Auf­grund der über­lie­fer­ten Pa­tro­zi­ni­en könn­te ein Vor­gän­ger­bau so­gar bis ins 9. Jahr­hun­dert zu­rück rei­chen.

Ein Teil der Fried­hofs­mau­er liegt im Be­reich der ehe­ma­li­gen Orts­be­fes­ti­gung, die im Spät­mit­tel­al­ter als Wall-Gr­a­ben-An­la­ge ge­baut wor­den war. Die­se ist al­ler­dings bis­lang nicht ar­chäo­lo­gisch be­legt, nur Qu­el­len aus dem Ar­chiv wei­sen dar­auf hin, so das Re­gie­rungs­prä­si­di­um. Ge­nau des­halb hat­te das Denk­mal­amt jetzt dort die Archäo­lo­gen su­chen las­sen. Sie hat­ten ge­hošt, dort Ge­gen­stän­de, Be­fun­de an­zu­t­rešen, die bis in die frü­hes­te Zeit des Or­tes zu­rück rei­chen. Viel­leicht ste­hen aber wei­te­re Un­ter­su­chun­gen an: Bei der jüngs­ten Rats­sit­zung wur­de dis­ku­tiert, ob die Fried­hofs­mau­er sa­niert wer­den soll – auch des­halb, weil hin­ter der Gan­golfs­ka­pel­le ein Pri­vat­mann bau­en möch­te. Die Sa­nie­rung der Mau­er ist noch nicht be­schlos­sen.

In der Fried­hofs­mau­er, die jetzt teil­wei­se ab­ge­tra­gen wur­de, wa­ren kunst­voll ge­stal­te­te Gr­ab­stei­ne ein­ge­mau­ert. Die­se lie­gen der­zeit auf dem Park­platz des Fried­hofs. Wie Klein be­rich­tet, ge­hör­ten die­se zum Krie­ger­denk­mal, das frü­her auf dem Fried­hof stand, dort wo heu­te das Holz­kreuz steht. Es war 1920 von Pfar­rer Haag auf­ge­stellt wor­den. Nach dem Bau des neu­en Denkmals Mit­te der 1960-er Jah­re, wur­de es zer­teilt und in die Kirch­hofs­mau­er ein­ge­baut.

Die­ses Fo­to aus der Samm­lung Er­win Klein zeigt das Krie­ger­denk­mal aus dem Jahr 1920.

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