Ein Dämp­fer, aber kei­ne gro­ße Kri­se

Haller Tagblatt - - WIRTSCHAFT -

Kon­junk­tur Die füh­ren­den In­sti­tu­te der Wirt­schaft er­war­ten nur noch ein Mi­ni-Wachs­tum und war­nen vor Ak­tio­ni­si­mus.

Berlin. Die deut­sche Wirt­schaft schrammt nach Ein­schät­zung der füh­ren­den Wirt­schafts­for­schungs­in­sti­tu­te knapp an ei­ner grö­ße­ren Re­zes­si­on vor­bei. „Aber wir sind nicht drin und ge­ra­ten nach un­se­rer Pro­gno­se auch nicht rein“, sag­te Tors­ten Schmidt vom Es­se­ner Leib­niz-In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung. Trotz­dem bli­cken die In­sti­tu­te skep­tisch auf die Kon­junk­tur, vor al­lem in der In­dus­trie geht es berg­ab. Auch auf dem Ar­beits­markt er­war­ten die Ex­per­ten ei­nen Dämp­fer.

Im zwei­ten und drit­ten Quar­tal dürf­te die Wirt­schafts­leis­tung in Deutsch­land ge­schrumpft sein, sa­gen die For­schungs­in­sti­tu­te in ih­rem Herbst­gut­ach­ten. Die Grün­de se­hen sie vor al­lem in den von den USA aus­ge­lös­ten Han­dels­kon­flik­ten und dem Br­ex­it.

Schnel­le Bes­se­rung er­war­ten sie nicht. Da­her senk­ten sie ih­re Kon­junk­tur­pro­gno­sen. Für 2019 er­war­ten die In­sti­tu­te wie die Bun­des­re­gie­rung nur ei­nen An­stieg des deut­schen Brut­to­in­lands­pro­dukts von 0,5 Pro­zent und da­mit 0,3 Pro­zent­punk­te we­ni­ger als im Früh­jahr. Für 2020 ge­hen sie von 1,1 Pro­zent aus - da­von ent­fal­len aber 0,4 Punk­te auf mehr Ar­beits­ta­ge im Ka­len­der.

Trotz­dem war­nen die Ex­per­ten vor Alar­mis­mus. „Von ei­ner tie­fen Kri­se kann nicht ge­spro­chen wer­den“, sagt Claus Mi­chel­sen vom Deut­schen In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung.

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