Der Po­le Ajzen­mann über­leb­te das KZ Hes­sen­tal und den To­des­marsch

Haller Tagblatt - - MENSCHEN - Pes­sach Aron Ajzen­mann Das La­ger Hes­sen­tal An­ge­sichts des Vor­marschs

wur­de 1923 in War­schau in Po­len ge­bo­ren. 1940 kam er 17-jäh­rig mit sei­ner jü­di­schen Fa­mi­lie ins Ghet­to War­schau und ab Ju­ni 1941 bis Au­gust 1942 ins Ghet­to Ra­dom. Von Sep­tem­ber 1942 bis No­vem­ber 1943 ar­bei­te­te er dort in der ZAL Waf­fen­fa­brik. Nach ei­ner Se­lek­ti­on in Au­schwitz kam er ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Va­hin­gen und als 21-Jäh­ri­ger ab Ok­to­ber 1944 ins KZ Hes­sen­tal. und wur­de von den Ame­ri­ka­nern nach Kriegs­en­de be­freit. Spä­ter leb­te er im DP-La­ger Ne­gev in St­ein­bach. Dort lern­te er sei­ne spä­te­re Frau Jen­ta Sa­jkie­wicz (1930 bis 2001) aus Po­len ken­nen, mit der er im Ju­ni 1948 ins neu ge­grün­de­te Is­ra­el aus­wan­der­te. Sie be­ka­men drei Kin­der. Ajzen­mann ar­bei­te­te nach dem Mi­li­tär­dienst un­ter an­de­rem als Dach­de­cker. Sei­ne En­kel Avi­hay (ge­bo­ren 1981, von Be­ruf Po­li­zist, zwei Söh­ne) und Ma­tan (ge­bo­ren 1976, von Be­ruf Im­mo­bi­li­en­mak­ler, drei Söh­ne) sind Kin­der der erst­ge­bo­re­nen Toch­ter Pni­na (1952). Ajzen­mann starb 1984.

wur­de ab Mit­te 1944 in ei­nem frü­he­ren Ba­ra­cken­la­ger des Reichs­ar­beits­diensts am Bahn­hof Hes­sen­tal als Au­ßen­la­ger des KZ Natz­wei­ler-St­rut­hof im El­sass ein­ge­rich­tet. Die ers­ten Häft­lin­ge ka­men am 14. Ok­to­ber 1944 an, dar­un­ter Pes­sach Aron Ajzen­mann. Bis zu 800 Häft­lin­ge wur­den auf dem Ge­län­de un­ter­ge­bracht und zu Zwangs­ar­beit in Schwä­bisch Hall ein­ge­setzt. Meist wa­ren es pol­ni­sche Ju­den aus dem Raum Ra­dom.

der ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräf­te räum­te die SS das La­ger am 5. April 1945 und trieb die In­sas­sen im Hes­sen­ta­ler To­des­marsch in Rich­tung KZ Dach­au. Hier­bei kam es er­neut zu Mor­den und To­des­fäl­len durch Ent­kräf­tung. Nach Kriegs­en­de be­fand sich ein Schrott­platz auf dem Ge­län­de des ehe­ma­li­gen Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers. Seit 2001 be­steht dort die Ge­denk­stät­te mit ei­ner Aus­stel­lung in ei­nem Ei­sen­bahn­wag­gon, die von der Initia­ti­ve Ge­denk­stät­te KZ Hes­sen­tal ge­tra­gen wird.

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