SLK-Kli­ni­ken

Haller Tagblatt - - LANDKREIS HALL -

Als Koch hat Ot­to Vo­gel­mann über Jah­re die Re­zep­te für Sup­pen, So­ßen und Bra­ten maß­geb­lich ge­prägt. En­de No­vem­ber über­gibt er die Lei­tung der Lö­wen­stei­ner Kü­che an Alex­an­der Hä­fe­le.

Seit mehr als 15 Jah­ren ist er als Gas­tro­no­mie­lei­ter für Kü­che, Ca­te­ring und Ser­vice der SLK-Kli­nik Lö­wen­stein ver­ant­wort­lich. Durch sein En­ga­ge­ment ist er zum Vor­bild für et­li­che Mit­ar­bei­ter ge­wor­den, so­dass sein Leit­spruch so­gar über der Tür in der Kli­nik­kü­che ver­ewigt wur­de: „Qua­li­tät kommt von Qu­al. Qua­li­tät ist nichts Be­que­mes. Qua­li­tät kennt kei­ne Kom­pro­mis­se.“Sein Zitat wird auch noch dort zu le­sen sein, wenn Ot­to Vo­gel­mann En­de No­vem­ber sei­ne Koch­müt­ze nimmt. „Ich ge­he in Ren­te und freue mich auf die­se Aus­zeit“, er­klärt der 63-Jäh­ri­ge. Alex­an­der Hä­fe­le wird die Lei­tung der Kü­che in Lö­wen­stein über­neh­men. Die Stel­le als Gas­tro­no­mie­lei­ter wird aus­ge­schrie­ben.

Als Sohn ei­ner Gas­tro­no­men­fa­mi­lie wur­de Ot­to Vo­gel­mann das Ko­chen in die Wie­ge ge­legt. „Als klei­ner Bub ha­be ich mit­ge­hol­fen, die Zwie­beln zu schnei­den und die Kar­tošeln zu schä­len. Das hat mir gro­ßen Spaß ge­macht“, be­rich­tet er von den An­fän­gen im Wüs­ten­ro­ter Gast­haus Ad­ler. 1971 be­ginnt er in Lö­wen­stein ei­ne Aus­bil­dung zum Koch, da­mals war die Kli­nik noch ein Sa­na­to­ri­um. Vo­gel­mann lernt ver­schie­de­ne Gar­me­tho­den und die Her­stel­lung von So­ßen. Durch sei­ne Vor­er­fah­rung im el­ter­li­chen Be­trieb geht ihm die Ar­beit leicht von der Hand. Nichts­des­to­trotz ist die Tä­tig­keit als an­ge­hen­der Koch an­stren­gend: „Man steht lan­ge, schleppt schwe­re Kis­ten und wech­selt re­gel­mä­ßig zwi­schen dem Platz am hei­ßen Herd und dem in der Kühl­kam­mer“, zählt der Wüs­ten­ro­ter auf.

Zu­rück in die Hei­mat

Nach sei­ner Aus­bil­dung lernt er als Com­mis-En­treme­tier im Ho­tel Erb­prinz in Ett­lin­gen die ge­ho­be­ne Kü­che ken­nen. „Wir ha­ben Schne­cken, Hum­mer und Frosch­schen­kel zu­be­rei­tet“, er­zählt er. Sei­nen Wehr­dienst ab­sol­viert Vo­gel­mann in der Trup­pen­kü­che und im Ca­si­no der Prinz-Eu­gen-Ka­ser­ne in Küls­heim. „Ei­ner­seits be­koch­ten wir 800 Sol­da­ten, an­de­rer­seits rich­te­ten wir Bušets beim O§ziers­ball an.“Als 1977 sein Va­ter krank wird, kehrt Vo­gel­mann zu­rück in die Hei­mat und führt für rund 20 Jah­re das Gast­haus sei­ner El­tern wei­ter.

Die We­ge von Ot­to Vo­gel­mann und Alex­an­der Hä­fe­le kreu­zen sich erst­mals, als Vo­gel­mann 1996 als Koch in die Kli­nik Lö­wen­stein zu­rück­kehrt. Hä­fe­le, der eben­falls in ei­nem Gast­haus groß ge­wor­den ist, hat dort ge­ra­de sei­ne Koch­aus­bil­dung be­gon­nen. „Für mich war schon mit fünf Jah­ren klar, dass ich Koch wer­den will. Ich fand es schon im­mer span­nend, was man aus Le­bens­mit­teln ma­chen kann.“

Wäh­rend Hä­fe­le nach sei­ner Aus­bil­dung Er­fah­run­gen in Hei­del­berg und Kitz­bü­hel als Che­fTour­nant und Exe­cu­ti­ve SousChef sam­melt, steigt Vo­gel­mann in Lö­wen­stein erst zum Kü­chen­lei­ter und spä­ter zum Gas­tro­no­mie­lei­ter auf. 2009 sucht die Kli­nik in Lö­wen­stein ei­nen neu­en Koch. „Ich ha­be mich an Alex­an­der er­in­nert. Er war zu­ver­läs­sig, flei­ßig und or­dent­lich – al­le Tu­gen­den, die ein Koch ha­ben muss. Des­halb ha­be ich ihn ge­fragt, ob er zu­rück­kom­men will“, be­rich­tet Vo­gel­mann. Hä­fe­le über­legt nicht lan­ge und nimmt das An­ge­bot an.

Ge­mein­sam ver­kös­ti­gen sie fort­an nicht nur die Pa­ti­en­ten und Mit­ar­bei­ter, son­dern neh­men

Fo­to: Chris­tia­na Kunz

Ot­to Vo­gel­mann (links) mit sei­nem Nach­fol­ger Alex­an­der Hä­fe­le.

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