Glas­fa­ser soll bis in je­des Haus

Haller Tagblatt - - LANDKREIS HALL -

Die Stadt­wer­ke Crails­heim küm­mern sich künf­tig um den Breit­band­aus­bau im ge­sam­ten Stadt­ge­biet.

Crails­heim. Der Ge­mein­de­rat hat be­schlos­sen, dass die städ­ti­sche Auf­ga­be Breit­band­ver­sor­gung künf­tig von den Stadt­wer­ken Crails­heim über­nom­men wird. Da­mit folg­te der Rat am ver­gan­ge­nen Mitt­woch dem Ver­wal­tungs­vor­schlag und der Emp­feh­lung des Haupt­aus­schus­ses. Aus Sicht der Stadt­ver­wal­tung ma­che es Sinn, die Breit­band­ver­sor­gung für das ge­sam­te Stadt­ge­biet in ei­ner Hand zu bün­deln. Die Stadt­wer­ke Crails­heim hät­ten als Ver­sor­ger das nö­ti­ge Know-how da­für. Der­zeit ko­or­di­niert die Stadt­ver­wal­tung, ob bei an­ste­hen­den Tief­bau­ar­bei­ten Leer­roh­re für Glas­fa­ser­ka­bel mit ver­legt wer­den kön­nen. Künf­tig wer­den die Stadt­wer­ke in die­se Ko­or­di­nie­rung mit­ein­be­zo­gen. Gleich­zei­tig kön­nen die Stadt­wer­ke bei ei­ge­nen Bau­maß­nah­men prü­fen, ob ei­ne Leer­rohr­ver­sor­gung nö­tig ist. Vor al­lem sol­len sie sich um den Glas­fa­ser­aus­bau in den zwölf un­ter­ver­sorg­ten Ge­bie­ten in Crails­heim, den so­ge­nann­ten „wei­ßen Fle­cken“, küm­mern.

Mehr Pla­nungs­si­cher­heit

Wenn Bau­ge­bie­te er­schlos­sen wer­den, fragt die Stadt Crails­heim bis­lang bei mög­li­chen Netz­be­trei­bern nach, ob In­ter­es­se zur FTTB-Er­schlie­ßung (Glas­fa­ser bis ins Haus) be­steht. „Da gibt es je­doch kei­ne Pla­nungs­si­cher­heit“, er­klär­te Tho­mas Haas, Res­sort­lei­ter Di­gi­ta­les und Kom­mu­ni­ka­ti­on, in der Ge­mein­de­rats­sit­zung. Für das Bau­ge­biet Grund­weg­sied­lung in Al­ten­müns­ter hät­te die Te­le­kom bei­spiels­wei­se kurz­fris­tig ih­re Aus­bau­zu­sa­ge zu­rück­ge­zo­gen. Mit Über­tra­gung der Breit­band­ver­sor­gung an die Stadt­wer­ke könn­ten die­se in ei­nem sol­chen Fall – wenn ein Be­trei­ber fehlt – das pas­si­ve Netz aus­bau­en. Künf­tig könn­te im Bau­platz­kauf­preis ein Glas­fa­ser­haus­an­schluss mit ver­kauft wer­den.

Die Stadt­wer­ke sol­len nicht als Be­trei­ber auf­tre­ten, son­dern nur das Netz aus­bau­en, falls sich kein pri­va­tes Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men fin­det, das die Auf­ga­be über­nimmt. Netz­be­trei­ber soll ein pri­va­ter An­bie­ter sein. „Es ist ei­ne gu­te Lö­sung, dass sich die Stadt­wer­ke die­sem The­ma an­neh­men. Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on ist ei­ne klas­si­sche Ver­sor­ger-Auf­ga­be“, so Stadt­rat Fried­rich Lo­ber (CDU). Er sprach für die Mehr­heit der Stadt­rä­te.

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