„Schäd­li­che Ein­flüs­se“

Haller Tagblatt - - LESERFORUM - Zum The­ma Er­näh­rung

Ha­ben wir un­ser Le­ben, un­se­re Ge­sund­heit wirk­lich in der Hand? (Be­zug: Ar­ti­kel „We­ni­ger es­sen und trotz­dem satt sein“, Hal­ler Tag­blatt vom 30. Sep­tem­ber, Anm.

d. Red.) Un­be­strit­ten ist, dass ei­ne ver­nünf­ti­ge Er­näh­rung, der Ver­zicht auf Rau­chen und Dro­gen, und wenn schon, ein mo­de­ra­ter Al­ko­hol­kon­sum, sich po­si­tiv auf un­se­re Ge­sund­heit und auf un­se­re Le­bens­er­war­tung, sprich auf das für uns zu er­rei­chen­de per­sön­li­che Al­ter, aus­wir­ken kann – aber lei­der nicht auf das al­ler Men­schen.

In­ner­halb ih­res Le­bens wer­den cir­ca 25 Pro­zent der Bun­des­deut­schen mit ei­ner Krebs­er­kran­kung kon­fron­tiert. Und bei Wei­tem ha­ben nicht al­le, die be­troŠen sind, et­was falsch ge­macht. Nach mei­nen Er­fah­run­gen sind un­heil­vol­le Be­zie­hun­gen, wel­che per se Stress ver­ur­sa­chen, im glei­chen Ma­ße ge­sund­heits­schäd­lich wie Au­to­ab­ga­se, un­ge­sun­de Er­näh­rung, Be­we­gungs­man­gel.

Be­ein­flus­sen kön­nen wir lei­der nur die von uns ver­ant­wor­te­ten Rah­men­be­din­gun­gen. Dis­har­mo­ni­en in un­se­rem per­sön­li­chen Um­feld und un­se­ren Be­zie­hun­gen kön­nen wir nur be­dingt und teil­wei­se nur un­ter gro­ßen (fi­nan­zi­el­len) Be­las­tun­gen ver­än­dern, wie zum Bei­spiel Wohn­ort- be­zie­hungs­wei­se Um­feld­wech­sel.

Sich per­sön­lich ge­sund zu er­näh­ren, sich zu bewegen, wei­test­ge­hend auf Dro­gen zu ver­zich­ten, ist hilf­reich. Aber ge­nau­so wich­tig ist es, sich schäd­li­chen Ein­flüs­sen wie fal­schen Freund­schaf­ten und schäd­li­chen Be­zie­hun­gen zu ent­zie­hen. Hol­ger Wein­gärt­ner Mi­chel­bach/Bilz

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