„Viel­leicht hel­fen auch die Äl­te­ren mit, um un­se­ren Pla­ne­ten für vie­le wei­te­re Ge­ne­ra­tio­nen zu er­hal­ten“

Haller Tagblatt - - LESERFORUM -

Zum The­ma Kli­ma­wan­del die­se Per­so­nen­grup­pe: Wer nicht dar­an glaubt, dass das der­zei­ti­ge Kli­ma vom Men­schen ge­macht wird, wer al­so ge­gen das elf­te Ge­bot ver­stößt, ist ein Ket­zer und darf auch als sol­cher be­han­delt wer­den. Nein, Au­to­da­fés gab es bis jetzt noch nicht. Aber das Gan­ze er­in­nert doch sehr an Sa­vo­na­ro­la, die So­wjet­uni­on und die Ro­ten Gar­den der Kul­tur­re­vo­lu­ti­on Mao Tse-tungs.

Vor Kur­zem wur­de von ei­nem ka­na­di­schen Ge­richt nach jah­re­lan­gem Pro­zess der Ent­de­cker (Er­fin­der) der stei­len Zu­nah­me der Er­der­wär­mung zur Be­zah­lung der Ge­richts­kos­ten von meh­re­ren Mil­lio­nen Ka­na­da-Dol­lar ver­don­nert, weil er nicht nach­wei­sen woll­te oder konn­te, wie er zu die­ser Pro­gno­se ge­kom­men war. Aber beim Welt­kli­ma­rat (IPCC), bei der hei­li­gen Gre­ta und ih­ren Adep­ten hat sich das al­les wohl noch nicht her­um­ge­spro­chen.

Man fragt sich des­halb, wel­che In­ter­es­sen da­hin­ter­ste­hen. Bei der Bun­des­re­gie­rung ist es ziem­lich klar: Sie will ein­fach hö­he­re Ein­nah­men aus Steu­ern und der­glei­chen. Da ist je­der Grund recht. Und die Groß­in­dus­trie ho˜t wohl auf Mil­lio­nen­ge­win­ne, un­ter an­de­rem aus dem Han­del mit CO2-Emis­si­ons­kre­di­ten. Der Steu­er­zah­ler zahlt es ja.

Da­zu gibt es noch Par­tei­en, die dem Bür­ger mög­lichst al­les vor­schrei­ben wol­len. Üb­ri­gens, En­de der sieb­zi­ger Jah­re des vo­ri­gen Jahr­hun­derts wur­den schon ein­mal Mil­lio­nen ge­for­dert (al­ler­dings ver­ge­bens), um die da­mals von den Kli­ma­to­lo­gen vor­her­ge­sag­te, dem­nächst be­vor­ste­hen­de Eis­zeit auf­zu­hal­ten. und ideo­lo­gisch ge­lei­te­ten Auf­trit­ten an­ge­sta­chelt. Es ist be­schä­mend, dass ge­ra­de die­se an­sons­ten selbst er­nann­ten Mora­lis­ten die­ses un­be­darf­te Mäd­chen wei­ter­hin in un­ver­zeih­li­cher Wei­se für ih­re po­li­ti­schen Ideo­lo­gi­en miss­brau­chen. Es ist gro­tesk, dass selbst die Kanz­le­rin der klei­nen Gre­ta ih­re Auf­war­tung ge­macht hat und o˜en­bar kein Pro­blem dar­in sieht, die­ses Mäd­chen für den ei­ge­nen Macht­er­halt zu be­nut­zen. Dies ist ein wei­te­rer Be­leg, dass den po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern o˜en­kun­dig die Moral und Maß­stä­be ab­han­den­ge­kom­men sind. Es wird Zeit, die­sen po­li­ti­schen Kin­des­miss­brauch zu be­en­den, be­vor Gre­ta ei­nen nach­hal­ti­gen ge­sund­heit­li­chen Scha­den da­von­trägt. Ein au­tis­ti­sches Kind wei­ter­hin vor ei­ne gi­gan­ti­sche Me­di­en­ma­schi­ne­rie zu span­nen, ist un­ver­ant­wort­lich.

Ich bin selbst Va­ter ei­ner Toch­ter und hät­te dies aus Ver­ant­wor­tung mei­ner Toch­ter ge­gen­über nie­mals zu­ge­las­sen. Es ist trau­rig, dass ge­ra­de die Grü­nen, die sich sonst als Moral­apos­tel se­hen, wenn es an­geb­lich um das Wohl­er­ge­hen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen geht, o˜en­sicht­lich kei­ne Rück­sicht neh­men, wenn es um Pro­zent­punk­te für die Wah­len geht.

Es wä­re sinn­vol­ler, Um­welt­po­li­tik an­hand von wis­sen­schaft­li­chen Er­geb­nis­sen und Fakten aus­zu­rich­ten. Al­les an­de­re wird un­se­rem Land nur un­nö­ti­gen wirt­schaft­li­chen Scha­den zu­fü­gen, die Bür­ger in ih­rer per­sön­li­chen Frei­heit un­nö­tig ein­schrän­ken und den Geld­beu­tel be­las­ten. Kli­ma­schutz ja, aber mit durch­dach­ten und nach­hal­ti­gen Kon­zep­ten, die auch un­se­re wirt­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten be­rück­sich­ti­gen. Ei­ne Kli­ma­hys­te­rie oder Pa­nik ist da ganz und gar nicht ziel­füh­rend. Dies ist un­schwer an der über­eilt be­schlos­se­nen Ener­gie­wen­de von Frau Mer­kel (Atom­aus­stieg nach Fu­kus­hi­ma 2011) zu er­ken­nen.

Par­tei­en ha­ben kei­ne nach­hal­ti­gen und durch­dach­ten Kon­zep­te ent­wi­ckelt.

Die Bür­ger be­zah­len der­weil in Deutsch­land ne­ben Dä­ne­mark den höchs­ten Strom­preis. Mitt­ler­wei­le liest man im­mer wie­der von der Black­out-Ge­fahr, weil der Strom knapp wur­de. Der Wi­der­stand der Bür­ger ge­gen die Wind­ener­gie wird aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den im­mer grö­ßer. Dies al­les be­legt, dass die eta­b­lier­ten Par­tei­en bis­her kei­ne nach­hal­ti­gen und durch­dach­ten Kon­zep­te ent­wi­ckelt ha­ben. Im Üb­ri­gen hat Deutsch­land mit 2,1 Pro­zent nur ei­nen ge­rin­gen Aus­stoß von CO2, wäh­rend Chi­na (27,8 Pro­zent), USA (15,2 Pro­zent) und In­di­en mit 7,3 Pro­zent zu­sam­men für über 50 Pro­zent des en­er­gie­be­ding­ten CO2-Aus­sto­ßes ver­ant­wort­lich sind.

Des­halb macht nur ei­ne glo­ba­le Lö­sung Sinn. Wäh­rend wir un­se­re Koh­le­kraft­wer­ke schlie­ßen, wer­den wei­ter­hin in zahl­rei­chen Län­dern ins­ge­samt über tau­send Koh­le­kraft­wer­ke neu ge­baut.

Welt­weit wird der­zeit für mehr Kli­ma­schutz de­mons­triert, wie hier im aus­tra­li­schen Syd­ney, wo meh­re­re Zehn­tau­send Schü­ler auf die Stra­ße gin­gen. Un­ter den Le­sern wird das The­ma kon­tro­vers dis­ku­tiert.

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