Ein Urahn der Piz­za er­obert Stutt­gart

Bes­sem La­ma­ri war Be­ra­ter im Pro­fi-Fuß­ball. Jetzt lei­tet er ein Re­stau­rant, in dem er rö­mi­sche Teig­fla­den an­bie­tet.

Haller Tagblatt - - STUTTGART UND UMGEBUNG -

Stutt­gart. Vor knapp zwei Jah­ren ist er in Ita­li­en auf den Urahn der Piz­za ge­sto­ßen. Seit­her ist die „Pin­sa Ro­ma­na“für Bes­sem La­ma­ri zum Le­bens­in­halt ge­wor­den. „Schon der ers­te Bis­sen hat mich über­zeugt“, er­in­nert er sich, als er in ei­nem Re­stau­rant in Rom das Ge­richt pro­bier­te. Der 33-Jäh­ri­ge war so be­geis­tert, dass er Mit­te Sep­tem­ber das ers­te auf die Pin­sa spe­zia­li­sier­te Re­stau­rant in Stutt­gart erö†ne­te. In der „Pin­sa-Ma­nu­fak­tur“dreht sich al­les um den Teig­fla­den mit Be­lag. Und die­ser steht ne­ben Vor­spei­sen, Sa­la­ten und Des­serts in rund 40 Va­ri­an­ten auf der Kar­te.

„Der Phan­ta­sie sind bei uns kei­ne Gren­zen ge­setzt“, schwärmt La­ma­ri. Je­der kann nach Lust und Lau­ne sei­nen Be­lag zu­sam­men­stel­len. „Aus die­sem Grund kön­nen wir auch sehr gut auf Ve­ga­ner ein­ge­hen“, sagt der Gas­tro­nom. Er freut sich, dass er des­halb „gro­ßen Zu­spruch“er­hält. Als Bei­spiel nennt der 33-Jäh­ri­ge den frü­he­ren VfB-Tor­hü­ter und Ex-Na­tio­nal­spie­ler Ti­mo Hil­de­brand, der Ve­ga­ner sei.

Ihn kennt La­ma­ri aus sei­ner Zeit als Be­ra­ter im Pro­fi-Fuß­ball. Als dem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ex­per­ten das stän­di­ge Her­um­rei­sen zu viel ge­wor­den ist, hat sich der ge­bür­ti­ge Stutt­gar­ter auf sei­ne Wur­zeln be­son­nen. Er stammt aus ei­ner Gas­tro­no­men­fa­mi­lie und hat im vä­ter­li­chen Be­trieb mit Re­stau­rants in Ger­lin­gen (Kreis Lud­wigs­burg) und Stutt­gart-Gie­bel mit­ge­hol­fen. „Dort ha­be ich von der Pi­ke auf ge­lernt, was in der Gas­tro­no­mie wich­tig ist“, er­zählt La­ma­ri. Als er die Chan­ce be­kam, das frü­he­re Lo­kal „Pfi†“in der Be­bel­stra­ße im Stutt­gar­ter Wes­ten zu über­neh­men, gri† er zu, sa­nier­te den Gast­raum und rich­te­te ihn ge­schmack­voll ein, mit ei­ner Bar und be­que­men Ses­seln an den Ti­schen. 45 Gäs­ten bie­tet das Re­stau­rant Platz.

Das Re­zept für die Pin­sa stammt aus dem al­ten Rom. Die über­lie­fer­te Her­stel­lung hat die rö­mi­sche Fa­mi­lie Di Mar­co ver­fei­nert. An sie ist La­ma­ri ver­wie­sen wor­den, als er frag­te, wo man das Pinsa­ba­cken ler­nen kann. Der Teig, der aus Wei­zen-, Reis- und So­ja­mehl so­wie Sau­er­teig und Was­ser be­steht, muss bis zu 72 St­un­den gä­ren, be­vor er wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den kann. Die­ses Ver­fah­ren lässt die Pin­sa au­ßen knusp­rig und in­nen luf­tig-weich wer­den und macht sie laut La­ma­ri au­ßer­dem sehr be­kömm­lich.

Die Sor­ten rei­chen von der ein­fa­chen Marg­he­ri­ta bis zur Va­ri­an­te mit Par­ma-Schin­ken und kos­ten zwi­schen sie­ben und 14 Eu­ro. Mög­lich sind auch sü­ße Be­lä­ge mit Wald­ho­nig, Oran­gen und Scho­ko­la­de. La­ma­ri ver­treibt die Teig­lin­ge üb­ri­gens auch in gro­ßem Stil. Er lie­fert die­se an Groß­kun­den, wie Dis­coun­ter und Kran­ken­häu­ser. Das ur­al­te Ge­richt wer­de jetzt auch im Raum Stutt­gart po­pu­lär.

Bes­sem La­ma­ri hat die „Pin­saMa­nu­fak­tur“ins Le­ben ge­ru­fen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.