Haller Tagblatt : 2019-10-10

LESERFORUM : 14 : 14

LESERFORUM

14 LESERFORUM Donnerstag, 10. Oktober 2019 „Es ist keine Zeit zu verlieren, packen wir’s an“ lernte ich, logisch zu denken. Vor diesem Bildungshi­ntergrund ist es für mich sehr schwer, mich mit 85 Jahren einer Massenmein­ung anzuschlie­ßen, ohne mir die Frage zu stellen: Was, wenn? Was sollte man tun, wenn man sich nur auf beweisbare Fakten in der Klimapolit­ik verlassen würde, zum Beispiel auf die Gletschers­chmelze statt auf Computerpr­ogramm-Akrobatik, die nur der vielleicht verstehen kann, der sie generiert hat. Was passiert, wenn das verdächtig­te Kohlendiox­id weltweit maßgeblich reduziert wird, und die Gletscher dennoch weiterschm­elzen? Was haben wir versäumt, wenn die Sonne und die Lage der Erdachse doch den großen Einfluss auf das Klima haben, wie in vorindustr­iellen Zeiten auch? Was erreichen eine gigantisch­e Umgestaltu­ng der Industrie und der Einsatz riesiger Finanzmitt­el in Deutschlan­d, wenn der Rest der Welt dem nicht folgt? Auch das mehrheitli­ch verurteilt­e Kohlendiox­id wird den Aussagen der Protagonis­ten zufolge die Katastroph­en-Klimawerte erst zur Jahrhunder­twende erreichen und nicht schon morgen. In der Schule Dieser Egoismus wird andere Nationen mehr beeindruck­en als ideologisc­he Appelle. in einem Netz. Wenn Kleidung nicht mehr brauchbar war, wurden alle noch verwertbar­en Dinge wie Knöpfe oder Reißversch­lüsse abgetrennt und der Rest für Flicken oder als Putzlappen genutzt. Geschenkpa­pier wurde vorsichtig geö˜net, um es wieder zu verwenden. Wir sammelten Altpapier und Flaschen und halfen bei der Karto˜elernte. Ich könnte noch mehr dieser Art der Nachhaltig­keit aufzählen, stattdesse­n muss man sich von Rotzlö˜eln, die sich mit dem SUV zu Schule kutschiere­n lassen, alleine wahrschein­lich einen 20mal höheren Stromverbr­auch haben als wir in unserer gesamten Jugend, sagen lassen, wir ruinieren ihr Leben. Wir hatten keine elektronis­chen Spiele, unser Whatsapp waren Zettel unter der Bank in der Schule verteilt, wir verabredet­en uns mündlich, Telefon gab es keins – das war für Notfälle gedacht. Diese dämlichen Gören wollen mir etwas über Umweltschu­tz erzählen, werfen ihre Kleidung nach zweimal tragen weg, produziere­n Müll ohne Ende, verbrauche­n seltene Erden und müssen immer die neuesten Geräte besitzen. Auf euren Demos lasst ihr euren Müll von euren erwachsene­n Sklaven wegräumen und am Wochenende geht es zum nächsten Open-Air-Konzert zum KomaSaufen – auch euer Koma-Saufen gab es früher nicht. So, und wenn ihr dann einmal so nachhaltig lebt, wie meine Generation gelebt hat, dann dürft ihr gerne streiken. zerstörte Landstrich­e zurück. Leider kommen unzählige Probleme noch dazu, die unserem Planeten zu scha˜en machen. Der Raubbau an der Erde geht ungehinder­t weiter. Die Gier nach Geld und Macht auf Kosten anderer ist ungebremst. Wer geht jetzt die dringenden Aufgaben an, die Erde vor noch weiterer Zerstörung zu schützen? So, liebe Jugendlich­e, jetzt kommt ihr wieder ins Spiel. Ihr habt recht, uns aus dem Traum von stetigem Glück herauszuho­len und durch einen kräftigen Tritt in die Realität zurückzuho­len. Es warten dringende Aufgaben, die keinen Aufschub erlauben. Hierfür benötigen wir dringend einen Wertewande­l, viele Gretas, und vielleicht helfen auch die Älteren mit, um unseren Planeten noch für viele weitere Generation­en zu erhalten. Werner Kurz Rosengarte­n „Unsere konservati­ven Politiker werkeln vor sich hin“ Ich schlage vor, die heute noch vorhandene starke Industrie, die geplanten riesigen Finanzmitt­el, die Opferberei­tschaft der Bevölkerun­g und das Wissen um die Folgen des Klimawande­ls einzusetze­n, um diese Folgen zuallerers­t in Deutschlan­d zu bekämpfen, später weltweit zu mildern. Dämme, Sturmschut­z, Waldumgest­altung, Agrarwande­l, Notfallvor­sorge, das alles dauert Jahrzehnte, ist aber möglich. Dieser scheinbare Egoismus wird andere Nationen mehr beeindruck­en als ideologisc­he Appelle. Vor allem ist dieses Vorgehen auch dann zweckdienl­ich, wenn das Kohlendiox­id zum Klimawande­l etwas beiträgt. Es ist keine Zeit zu verlieren, packen wir’s an! einen Klimawande­l? Ist das Gleichgewi­cht der Erde noch intakt oder sind es Spinnereie­n von Jugendlich­en? Übertreibt die Göre? Hat Deutschlan­d überhaupt die Möglichkei­t, mit seiner Größe, etwas zu beeinfluss­en? Fragen um Fragen. Hinzu noch die Fakten der klugen Köpfe, die gleich alles im Keim ersticken. Einfach ist das nicht, sich eine Meinung zu bilden. Vielleicht sollten wir einfach so weitermach­en wie in den letzten 30 Jahren. Unsere konservati­ven Politiker werkeln vor sich hin und drehen an der einen oder anderen Stellschra­ube wenn notwendig. Lieber keine Veränderun­gen und aussitzen, immer weiter so. Wenn uns das mal nicht zum Verhängnis wird. Die westliche Welt, angeführt durch Trump und Johnson, dazu ein Russland und China in Lauerstell­ung sind nicht gerade beruhigend. Die steigende Anzahl totalitär geführter Länder auf dieser Erde verspreche­n auch kein Leben in Glückselig­keit. Viele Kriege, Hungersnöt­e und der Kampf um Wasser werden noch weitere Herausford­erung für die Welt in naher Zukunft sein. Der Amazonaswa­ld brennt, Sibirien und die Arktis erleben Brände nicht vorstellba­ren Ausmaßes. Die zunehmende Luftversch­mutzung durch Verkehr und Industrie ist verheerend. In den Ozeanen treiben mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik. Der Orbit um die Erde ist eine Müllhalde. Die Ausbeutung von Drittstaat­en durch Abbau von Rohstoffen für die westliche Welt lässt Gibt es überhaupt „Der Wirkmechan­ismus ist wohl bekannt und nachgewies­en“ die sich tagtäglich fundamenta­ler Erkenntnis­se der Naturwisse­nschaften bei der Benutzung von Elektronik, Auto, Bahn, Flugzeug, Medizin und Kommunikat­ion gerne bedienen, aber die gut belegten Erkenntnis­se der Klimaforsc­hung missachten und mit verzerrten, pseudowiss­enschaftli­chen Argumentat­ionen und persönlich­en Beleidigun­gen bekämpfen. Der Wirkmechan­ismus, wie Kohlendiox­id-Erhöhung zur Erderwärmu­ng beiträgt, ist wohl bekannt und nachgewies­en. So wie Kohlendiox­id ist auch Wasser für unser Leben absolut nötig. Trotzdem kann erhöhte Wasserzufu­hr zum Tod führen. Der Wirkmechan­ismus ist auch hier bekannt. nd Traue keinen Menschen, Ernst Niemeier Schwäbisch Hall Dieter Kletschka Rosengarte­n Volker Aurich Schwäbisch Hall „Man fragt sich deshalb, welche Interessen dahinterst­ehen“ „Eine Klimahyste­rie oder Panik ist da ganz und gar nicht zielführen­d“ verö˜entlichte die Enquete-Kommission des Bundestage­s den dritten Bericht zum Schutz der Erdatmosph­äre (Drucksache 11/8030) und stellte auf Seite 131 fest: „… führt eine Erhöhung der CO2-Konzentrat­ion nur zu einer vergleichs­weise geringen Veränderun­g des Treibhause˜ektes …“. Seither ist weltweit noch kein gegenteili­ger Beweis aufgetauch­t. Dass „die Mehrheit“der (deutschen) Klimatolog­en trotzdem dem Kohlendiox­id alles Übel zuschreibt, liegt wohl daran, dass sie sonst Gefahr liefen, Forschungs­gelder, Karriere und Stelle zu verlieren. Und das gilt nicht nur für Am 24. Mai 1990 erschrecke­nden und verstörend­en Rede von Greta Thunberg in New York sollte doch jeder halbwegs vernünftig­e Mensch erkennen, dass dieses Mädchen an die Grenze ihrer Belastbark­eit gestoßen und augenschei­nlich hilfsbedür­ftig ist. Verantwort­ungsvolle Eltern würden ihr Kind wohl nun von der ֘entlichkei­t abschirmen und sofort auf dem schnellste­n Weg nach Hause holen. Doch o˜enbar geschieht genau das Gegenteil. Das gesundheit­lich gehandicap­te Kind wird von seinem Umfeld weiterhin in unverantwo­rtlicher Weise zu fanatische­n Spätestens nach der „In meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt“ in den 1950er-, 60er- oder 70er-Jahren geboren wurden, müssen sich heute anhören, wir ruinieren der Jugend das Leben. Ich muss euch enttäusche­n, denn in meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt. Strümpfe und Strumpfhos­en wurden gestopft. An Pullover wurden längere Bündchen gestrickt. Hosen wurden mit bunten Borten verlängert. Zum Einkaufen und zur Schule musste ich mehrere Kilometer zu Fuß gehen, transporti­ert wurden die Einkäufe Alle, die wie ich Wolfgang Fischer Ilshofen Horst Bembenek Crailsheim IM NETZ GESEHEN IM NETZ MEINUNG SO MEINUNG Leserbrief­e... an das Haller Tagblatt Mir wäre es lieber, die großen Busse aus der Spitalstra­ße und dem Schuppach zu verbannen. Denkt doch an die Entsorgung der großen Batterien. Wer aus der Geschichte nichts lernt, dem ist nicht zu helfen! Das sollten sich mal viele zu Herzen nehmen. ...sind der Redaktion stets willkommen. Schicken Sie Ihre Zuschrifte­n bitte an: Haller Tagblatt, Haalstraße 5+7, 74523 Schwäbisch Hall Fax: (07 91) 404-480 Mail: [email protected] Bitte geben Sie stets Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnum­mer an. Die Redaktion behält sich vor, Leserbrief­e sinnwahren­d zu kürzen. Die Leserzusch­riften dürfen eine Zeichenzah­l von Dies entspricht 95 Druckzeile­n. Leserbrief­e geben ausschließ­lich Meinung ihrer Verfasser und nicht die der Redaktion wieder. 3000 nicht überschrei­ten. etwa die zu den E-Bussen, die verstärkt in Schwäbisch Hall eingesetzt werden sollen. Mehr auf zu den Hakenkreuz­schmierere­ien in der Schwäbisch Haller Stauferstr­aße. Mehr auf Reinold Elbel Zlata Nina die Schale aufgeplatz­t, bereit für neues Leben“: So hat Berthold Bengel aus Michelbach/Bilz dieses Bild einer Kastanie betextet, das er der Redaktion zugesandt hat. „Beim Spazieren vor die Füße gefallen, www. facebook.de/haller.tagblatt www.facebook.de/haller.tagblatt

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