Halls Foot­bal­ler wol­len er­neut den Ti­tel

Haller Tagblatt - - VORDERSEIT­E - Von Hart­mut Ruf­fer

Schwä­bisch Hall. Die Schwä­bisch Hall Uni­corns tre›en mor­gen im End­spiel um die deut­sche Meis­ter­schaft auf Braun­schweig. Bei­de Teams sind in der Sai­son noch un­ge­schla­gen.

Der Meis­ter stellt sich auf ein sehr phy­si­sches Spiel ge­gen Braun­schweig ein. He­ad­coach Jor­dan Ne­u­man sieht kein Team als Fa­vo­ri­ten.

ie Ame­ri­ka­ner lie­ben Wort­spie­le im Sport. Als die Uni­corns ih­ren deut­schen Meis­ter­ti­tel ver­tei­dig­ten war dies ei­ne „back-to­back“-Meis­ter­schaft. Nun kön­nen die Hal­ler noch ei­nen drauf­set­zen. Der drit­te Ti­tel in Fol­ge wä­re dann ein „three­peat“– ei­ne Mi­schung aus dem eng­li­schen Wort für drei (“th­ree“) und wie­der­ho­len („re­peat“).

Für das his­to­ri­sche Triple ste­hen die Li­ons aus Braun­schweig noch im Weg. Uni­corns-He­ad­coach Jor­dan Ne­u­man macht deut­lich, dass die­ser Geg­ner der schwie­rigs­te der gan­zen Sai­son ist. „Die Li­ons spie­len ganz an­ders als je­des an­de­re Team. Sie sind sehr phy­sisch und wer­fen nur ab und zu ei­nen Pass. Sie sind auch mit ei­nem 4-Yard-Lauf zu­frie­den und be­we­gen sich so lang­sam über das Feld.“

Das ist ei­ne Spiel­wei­se, die aus meh­re­ren Grün­den her­aus­for­dernd ist. Denn bei Lauf­spiel­zü­gen wird die Uhr nicht an­ge­hal­ten. So bleibt dem Geg­ner we­ni­ger Zeit, selbst Punk­te auf die An­zei­ge­ta­fel zu brin­gen. Mög­li­cher­wei­se er­hält je­des Team nur sechs- bis acht­mal den Ball. Und zu­dem ist die Hal­ler De­fen­se enorm ge­for­dert. „Wir wer­den in der De­fen­si­ve Li­ne öf­ter ro­tie­ren“, er­klärt Jor­dan Ne­u­man – die Spie­ler der Uni­corns sol­len Pausen er­hal­ten, um die gan­ze Par­tie über vol­le Leis­tung brin­gen zu kön­nen.

DViel Druck der Li­ons

Das Ver­let­zungs­pech der Li­ons spielt für die Vor­be­rei­tung nur ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le. Ne­u­man geht da­von aus, dass al­le an­ge­schla­ge­nen Braun­schwei­ger spie­len wer­den. Die In­for­ma­ti­on, dass Si­las Na­ci­ta, der bis da­to noch nicht für Braun­schweig ge­spielt hat, da­bei sein wird, ist den Hal­lern be­kannt.

Jor­dan Ne­u­man, der bei den Uni­corns He­ad­coach und O©en­si­ve Co­or­di­na­tor in Per­so­nal­uni­on ist, prä­pa­riert sei­ne O©en­siv­ab­tei­lung auf ei­ne „hard hit­ting De­fen­se“der Li­ons. „Die Li­ons wol­len viel Druck auf den Quar­ter­back aus­üben und da­mit ein­schüch­tern.“

Um die­ses Spiel des Geg­ners zu si­mu­lie­ren, wa­ren im Trai­ning der Uni­corns auch Spie­ler der zwei­ten Mann­schaft und der U 19 im Ein­satz. Ei­ni­ge da­von wer­den als Dank für die­se Hil­fe auch die Fahrt nach Frank­furt an­tre­ten. Denn im Fi­na­le gibt es für den Ros­ter, al­so den Ka­der ei­nes Teams, nicht wie sonst üb­lich die Ober­gren­ze von 50 Mann.

So kann auch Chris­ti­an Ha­fels in der Te­am­zo­ne da­bei sein, auch wenn der 28-jäh­ri­ge Re­cei­ver im­mer noch ver­letzt ist. Ho©nung hat Jor­dan Ne­u­man, dass es bei De­fen­si­ve Tack­le Da­vid Ba­da reicht, der zu­letzt we­gen sei­nes Hand­bruchs nicht ge­spielt hat.

All­ge­mein gel­ten die Uni­corns als leicht fa­vo­ri­siert, für Jor­dan Ne­u­man in­des ist „kei­ner der Un­der­dog“. Rein sta­tis­tisch tri©t der Re­kord­meis­ter Braun­schweig (elf Ti­tel) auf das Team, das in die­sem Jahr­zehnt am häu­figs­ten im Ger­man Bowl stand – für Schwä­bisch Hall ist es die ach­te Teil­nah­me seit 2011.

Beim letz­ten Auf­ein­an­der­tref­fen der Uni­corns mit den Li­ons im Jahr 2017 schüt­te­te es kräf­tig. Dies­mal sind die Wet­ter­aus­sich­ten güns­ti­ger: 16 Grad, kein Re­gen. Für die Hal­ler O©en­se, die oft mit Päs­sen agiert, ist das kein Nach­teil. Zu­dem könn­te das ver­gleichs­wei­se gu­te Wet­ter auch den ei­nen oder an­de­ren Zu­schau­er mehr in die Com­merz­bank-Are­na lo­cken.

In­fo Schwä­bisch Hall Uni­corns – New Yor­ker Li­ons Braun­schweig, Sams­tag, 18 Uhr, Com­merz­bank-Are­na Frank­furt

Fo­to: Ar­chiv/Man­fred Lö er

Groß ist die Freu­de bei den Schwä­bisch Hall Uni­corns nach dem Fi­nal­sieg 2017. Nach drei Nie­der­la­gen in Fol­ge kön­nen sie die Li­ons erst­mals be­sie­gen.

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