„Kei­ne Feh­ler im Fall Even­tus“

Haller Tagblatt - - SÜDWESTUMS­CHAU -

Stutt­gart. Im Fall der in­sol­ven­ten Wohn­bau­ge­nos­sen­schaft Even­tus hat das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um nach An­sicht des Pe­ti­ti­ons­aus­schus­ses kei­ne Feh­ler ge­macht. Des­halb ge­be es kei­nen An­spruch auf Staats­haf­tung für die ge­schä­dig­ten An­le­ger.

Die Wohn­bau­ge­nos­sen­schaft hat­te 2017 In­sol­venz an­ge­mel­det. Der Grün­der und eins­ti­ge Chef wur­de we­gen Be­trugs zu sie­ben Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Laut Ge­richt hat er von Mit­glie­dern rund 9,4 Mil­lio­nen Eu­ro ein­ge­sam­melt, ob­wohl hin­ter der Ge­nos­sen­schaft kein funk­tio­nie­ren­des Ge­schäfts­mo­dell stand.

Ein Gut­ach­ten ist zu dem Schluss ge­kom­men, dass Even­tus mit dem Ge­schäfts­mo­dell nie als Ge­nos­sen­schaft hät­te ge­grün­det wer­den dür­fen. Das zu ver­hin­dern wä­re die Auf­ga­be des Ver­bands ba­den-würt­tem­ber­gi­scher Woh­nungs- und Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men (VBW) ge­we­sen. Als des­sen Auf­sichts­be­hör­de ist das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um die Kri­tik ge­ra­ten. Der Pe­ti­ti­ons­aus­schuss teil­te nun da­zu mit: „Es gibt kei­ne Kon­troll­be­zie­hung zwi­schen dem Mi­nis­te­ri­um und der Ge­nos­sen­schaft selbst, wes­halb ei­ne Amts­haf­tung recht­lich nicht ge­ge­ben sein kann.“dpa

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