Drei Lü­cken sind ge­schlos­sen

Haller Tagblatt - - MENSCHEN - Von Mo­ni­ka Ever­ling

Das ka­tho­li­sche De­ka­nat Schwä­bisch Hall hat zwei neue Mit­ar­bei­ter: Ha­rald Sitt­art ist Aids- und Dro­gen­seel­sor­ger und Ut­ta Hahn De­ka­nats­re­fe­ren­tin. Auch im De­ka­nats­rat gibt es Neu­es.

Die ka­tho­li­sche Kir­che hat er­heb­li­che Per­so­nal­pro­ble­me. Das gilt nicht nur für die Pries­ter, son­dern auch in an­de­ren seel­sor­ge­ri­schen und ad­mi­nis­tra­to­ri­schen Be­rei­chen ist es nicht leicht, Stel­len zu be­set­zen. Um­so mehr freut sich De­kan Tho­mas Hert­lein, dass er nun gleich drei Per­so­na­lia ver­mel­den kann: Dia­kon Ha­rald Sitt­art ist neu­er Aids- und Dro­gen­seel­sor­ger. Die Stel­le war nach dem Weg­gang von Wolf­ram Kai­er ein Jahr lang va­kant.

Der 54-jäh­ri­ge Sitt­art hat ei­ne wech­sel­vol­le Be­rufs­lauf­bahn hin­ter sich: Er war Bau­zeich­ner, selbst­stän­di­ger Gra­fik-De­si­gner, hat ne­ben­her im Fern­kurs die Aus­bil­dung zum Dia­kon und an­schlie­ßend ei­ne Al­ten­pfle­ge-Aus­bil­dung ge­macht und war schließ­lich bei der Er­la­cher Hö­he als Pfle­ge­dienst­lei­ter be­schäf­tigt. Und nun ein wei­te­rer Schritt: Er lei­tet jetzt die Hal­ler Dro­gen­be­ra­tungs­stel­le „Po­int“. Weil er da­für nur ei­ne hal­be Stel­le hat, ist er zu­dem mit ei­ner wei­te­ren hal­ben Stel­le Seel­sor­ger im obe­ren Büh­ler­tal, al­so in Ober­sont­heim, Büh­ler­tann, Bühler­zell, Fron­rot und Kott­spiel.

Vie­le Ko­or­di­na­ti­ons­auf­ga­ben

Ut­ta Hahn hat als neue De­ka­nats­re­fe­ren­tin vie­le Ko­or­di­na­ti­ons­auf­ga­ben über­nom­men. Die­se Po­si­ti­on war län­ge­re Zeit va­kant und zwi­schen­zeit­lich kom­mis­sa­risch be­setzt. Ut­ta Hahn ist 52 Jah­re alt. Sie hat Re­li­gi­ons­päd­ago­gik und Päd­ago­gik stu­diert, war als Ge­mein­de­re­fe­ren­tin tä­tig, leb­te sechs Jah­re in Pe­ru und ar­bei­te­te nun seit 2008 beim Land­pas­to­ral Schön­berg in Ell­wan­gen. Dort hat sie ei­ner­seits Kir­chen­ge­mein­den or­ga­ni­sa­to­risch un­ter­stützt, an­de­rer­seits war sie für Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te zum Bei­spiel für eh­ren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter der Kir­che zu­stän­dig. Des­halb sind ihr ei­ni­ge Men­schen, mit de­nen sie jetzt in den Kir­chen­ge­mein­den des De­ka­nats Kon­takt hat, be­reits be­kannt.

Vor­sitz über­nom­men

Eben­falls ein Jahr lang va­kant war die Po­si­ti­on des 2. Vor­sit­zen­den im De­ka­nats­rat. Das ist ei­ne eh­ren­amt­li­che Tä­tig­keit, zu der sich vor ei­ni­gen Wo­chen Man­fred Stan­ge be­reit er­klärt hat.

Stan­ge ist 69 Jah­re alt und seit fünf Jah­ren im Ru­he­stand. Er war vor­her bei der Bau­spar­kas­se Schwä­bisch Hall be­schäf­tigt. Zu­erst hat er zu ei­ner Zeit, als Com­pu­ter noch et­was Neu­es wa­ren, ei­ne Aus­bil­dung zum Pro­gram­mie­rer und Or­ga­ni­sa­tor ge­macht. Spä­ter wur­de er über ein be­rufs­be­glei­ten­des Stu­di­um Bank­fach­wirt. Er war in Lei­tungs­po­si­tio­nen im Be­reich Ver­si­che­run­gen und Pro­jekt­lei­ter in ei­ner Nie­der­las­sung in Prag, zu­dem hat er Schu­lun­gen für Au­ßen­dienst­mit­ar­bei­ter durch­ge­führt. Stan­ge ist Zeit sei­nes Le­bens mit der Kir­che ver­bun­den, war als Kind und Ju­gend­li­cher zehn Jah­re lang Mi­nis­trant in der Kir­chen­ge­mein­de St. Jo­seph in der Hal­ler In­nen­stadt, spä­ter je zehn Jah­re lang Kir­chen­ge­mein­de­rat in Schwä­bisch Hall-Hes­sen­tal und in Büh­ler­tann. Er ge­hört dem ge­schäfts­füh­ren­den Aus­schuss des De­ka­nats­ra­tes schon län­ger an, so­dass er wuss­te, was auf ihn zu­kommt, als er sich be­reit er­klär­te, den Vor­sitz zu über­neh­men.

Per­so­na­lia und In­ves­ti­tio­nen

Im De­ka­nats­rat wer­den un­ter an­de­rem Ent­schei­dun­gen über Per­so­na­lia und In­ves­ti­tio­nen ge­trof­fen. Das ka­tho­li­sche De­ka­nat Schwä­bisch Hall ist de­ckungs­gleich mit dem Land­kreis. Zum Ver­gleich: Die evan­ge­li­sche Kir­che hat die­sen Be­reich in vier De­ka­na­te auf­ge­teilt. Für die neu­en Mit­ar­bei­ter ste­hen nicht nur des­halb ei­ni­ge Auf­ga­ben an.

Be­richt folgt

Fo­to: Ufuk Ars­lan

De­kan Tho­mas Hert­lein (rechts) freut sich über Ver­stär­kung durch Ut­ta Hahn, Ha­rald Sitt­art (Zwei­ter von links) und Man­fred Stan­ge.

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