Tür­kei for­dert So­li­da­ri­tät der Na­to

Haller Tagblatt - - VORDERSEIT­E -

Vie­le Ver­trie­be­ne nach um­strit­te­nem An­griff auf den Nord­os­ten Sy­ri­ens.

Genf. Seit Be­ginn der tür­ki­schen Oƒen­si­ve in Nord­ost­sy­ri­en sind den An­ga­ben hu­ma­ni­tä­rer UN-Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­fol­ge be­reits rund 100 000 Men­schen ver­trie­ben wor­den. Die meis­ten Men­schen sei­en aus den Re­gio­nen Ras al-Ain und Tall Ab­jad ge­flüch­tet, be­rich­te­te das UN-Wel­ter­näh­rungs­pro­gramm. Das UN-Men­schen­rechts­bü­ro be­rich­te­te über „ver­stö­ren­de Be­rich­te“von Bo­den­an­griƒen tür­ki­scher Trup­pen oder von Grup­pen, die dem tür­ki­schen Mi­li­tär na­he­stün­den.

Es sei­en un­ter an­de­rem die Was­ser­ver­sor­gung, Däm­me, Kraft­wer­ke und Öl­fel­der ge­trof­fen wor­den, sag­te ein Spre­cher. Nach ei­nem tür­ki­schen Luft­an­griƒ sei nach Be­rich­ten die Was­ser­ver­sor­gung in der Re­gi­on Aluk zu­sam­men­ge­bro­chen. „Die Mi­li­tär­ope­ra­tio­nen in Nord­ost­sy­ri­en dürf­ten die be­reits sehr an­ge­spann­te hu­ma­ni­tä­re Si­tua­ti­on noch ver­schär­fen“, warn­te Najat Roch­di, im Bü­ro des UN-Sy­ri­en-Be­auf­trag­ten zu­stän­dig für hu­ma­ni­tä­re Fra­gen.

Die Tür­kei ver­langt an­ge­sichts ih­rer Mi­li­täroƒen­si­ve von der Na­to au­ßer­dem ein Be­kennt­nis der So­li­da­ri­tät. In ei­ner Pres­se­kon­fe­renz sag­te Au­ßen­mi­nis­ter Ca­vu­sog­lu: „Im Rah­men des Grund­sat­zes der Un­teil­bar­keit der Si­cher­heit ist es un­se­re na­tür­lichs­te und le­gi­tims­te Er­war­tung, dass sich un­se­re Al­li­ier­ten mit uns so­li­da­ri­sie­ren. Es reicht nicht zu sa­gen, ,wir ver­ste­hen die le­gi­ti­men Sor­gen der Tür­kei’. Wir wol­len die­se So­li­da­ri­tät klar und deut­lich se­hen.“

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