Apo­the­ke: Ge­fä­ße ver­wech­selt

Im Fall des ver­gif­te­ten Glu­co­se-Tests prüft Staats­an­walt­schaft An­fangs­ver­dacht der fahr­läs­si­gen Tö­tung.

Haller Tagblatt - - BLICK IN DIE WELT -

Köln. Drei Wo­chen nach Be­kannt­wer­den des töd­li­chen Glu­ko­seFalls von Köln er­mit­telt die Staats­an­walt­schaft we­gen des An­fangs­ver­dachts auf fahr­läs­si­ge Tö­tung ge­gen zwei Apo­the­kenBe­schäf­tig­te. Die Be­schul­dig­ten hät­ten „in sehr um­fang­rei­chen Ver­neh­mun­gen An­ga­ben zu ih­rer Tä­tig­keit und den Or­ga­ni­sa­ti­ons­ab­läu­fen“in der be­tro‚enen Apo­the­ke ge­macht, teil­te der Köl­ner Ober­staats­an­walt Ul­rich Bre­mer am Frei­tag mit. Dem­nach könn­te es in der Apo­the­ke ei­ne Ver­wechs­lung ge­ge­ben ha­ben.

Ei­ne schwan­ge­re 28-jäh­ri­ge Köl­ne­rin war am 19. Sep­tem­ber ge­stor­ben, nach­dem sie ei­ne mit Gift ver­setz­te Glu­ko­sel­ö­sung aus der Apo­the­ke ein­ge­nom­men hat­te. Ei­nen Tag spä­ter starb auch das Ba­by der Frau, das Ärz­te noch per Not­kai­ser­schnitt auf die Welt ge­holt hat­ten.

Glei­che Grö­ße, Ge­stalt und Far­be

Laut Staats­an­walt­schaft könn­te die Ve­r­un­rei­ni­gung des Glu­ko­se­pul­vers mit dem to­xi­schen Sto‚ Li­do­cain­hy­drochlo­rid auf ei­ne Ver­wechs­lung von Ge­fä­ßen in der Apo­the­ke zu­rück­zu­füh­ren sein. Das Li­do­cain­hy­drochlo­rid ha­be sich in der Apo­the­ke in ei­nem Ge­fäß be­fun­den, „das in Grö­ße, Ge­stalt, Farb­ge­bung und Her­stel­ler­be­zeich­nung je­nem Glu­ko­se­ge­fäß ent­spricht, in das die to­xi­sche Sub­stanz ein­ge­bracht wor­den ist“, er­klär­te Bre­mer.

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