Pa­ke­te für Ju­gend­teams

Haller Tagblatt - - SPORT -

Der WFV greift Ver­ei­nen in punc­to neue Ball­grö­ßen un­ter die Ar­me.

Re­gi­on. Die jüngs­ten Ki­cker im Würt­tem­ber­gi­schen Fuß­ball­ver­band spie­len seit fünf Jah­ren nach mo­der­nen Prin­zi­pi­en: Mit ei­ner kind­ge­rech­ten 3-ge­gen-3-Spiel­form auf klei­ne To­re, ei­nem Be­we­gungs­par­cours so­wie ei­ge­nem „Fair­ness-Ma­nage­ment“. Zur ak­tu­el­len Sai­son gab es ei­ne Än­de­rung bei den Ball­grö­ßen für den Bam­bi­ni- und F-Ju­gend-Fuß­ball. Die neu­en Durch­füh­rungs­be­stim­mun­gen se­hen nun nur noch die Ball­grö­ße 3 (Ø 19,10 cm/290 g) vor. Die­se sei­en für Kin­der im Ein­stiegs­be­reich bes­ser ge­eig­net.

Um die Ver­ei­ne bei der Um­stel­lung zu un­ter­stüt­zen, er­hal­ten al­le Ver­ei­ne, die in der Sai­son 2018/19 ei­ne Mann­schaft zum Ju­gend­spiel­be­trieb ge­mel­det hat­ten, ein Pa­ket mit zwölf Drei­er­bäl­len. Der Ver­band hat be­reits 15 276 Bäl­le an 1273 WFV-Ver­ei­ne – dar­un­ter auch Ver­ei­ne des Hal­ler Alt­krei­ses – ver­schickt. Das kann ich schnell be­ant­wor­ten: Es ist das bis­lang größ­te Spiel mei­nes Le­bens! Nach dem Col­le­ge war ich beim Pro-Day der Uni­ver­si­tät in Utah und auch auf ei­nem Com­bi­ne in Se­at­tle. Ich frag­te mich, was mein nächs­ter Schritt sein könn­te. Dann er­hielt ich ei­ne Nach­richt der Mu­nich Cow­boys. Doch ich hat­te nicht das Ge­fühl, dass das pas­sen könn­te. Bei der An­fra­ge von Kirch­dorf war das an­ders. De­ren Pro­gramm wirk­te auf mich sehr gut struk­tu­riert und da ent­schloss ich mich, zu­min­dest für ein Jahr nach Eu­ro­pa zu ge­hen. Oh, das war kein Pro­blem, das wuss­te ich. Über­ra­schend war ich eher über Kirch­dorf oder bes­ser des­sen La­ge. Mir wur­de ge­sagt, dass es in der Nä­he von Mün­chen liegt. Nun, es liegt ja eher in der Mit­te von gar nichts Aber die Zeit dort war den­noch sehr schön. Das war ein gro­ßer Schritt für mich und es fühl­te sich auch groß an, nicht nur sport­lich. In Braun­schweig war es eher ein Groß­stadt­ge­fühl. Jetzt hier in Hall ist es so et­was wie ei­ne Mi­schung aus bei­dem. Und das weiß ich bes­ser zu schät­zen, weil ich die Er­fah­run­gen in Kirch­dorf und Braun­schweig ge­macht ha­be. Ja, das ist rich­tig. Ge­bo­ren bin ich in In­dia­na­po­lis im Bun­des­staat In­dia­na. Wir ha­ben dann ei­ne Zeit­lang in Flo­ri­da ge­lebt und sind im Lau­fe der Zeit na­he­zu die ge­sam­te Ost­küs­te hoch bis Mai­ne ge­zo­gen. Als ich auf dem Col­le­ge in Utah war, spiel­te ich mit mei­nem Foot­ball­team auch in vie­len an­de­ren Staa­ten, bei­spiels­wei­se Nord­da­ko­ta oder Süd­da­ko­ta. Zu­dem bin ich viel mit dem Au­to um­her­ge­fah­ren, so­dass ich bis jetzt in 48 von 50 Bun­des­staa­ten ge­we­sen bin.

New Me­xi­co und Alas­ka. New Me­xi­co ha­be ich schon fest ein­ge­plant, da will ich in mei­nem nächs­ten Ur­laub hin. Für Alas­ka ha­be ich noch kei­ne kon­kre­ten Plä­ne, vi­el­leicht klappt es mal mit ei­nem Ski­aus­flug. Ein On­kel von mir war in die PreGa­me-Show der Ti­tans in­vol­viert. Ich half mit und wur­de dann ge­fragt, ob ich beim ESPN Pod­cast mit­ma­chen woll­te. Ei­ni­ge Men­schen sa­hen das und das er­gab die An­fra­ge der USA To­day. Ich ha­be das auch aus Eu­ro­pa ge­macht, mitt­ler­wei­le aber auf­ge­hört. Ich will mich auf die Uni­corns kon­zen­trie­ren. Nein. Ich ha­be ver­sucht, al­les so nor­mal wie ir­gend mög­lich durch­zu­zie­hen, als wä­re es ei­ne nor­ma­le Wo­che mit ei­nem Spiel zum Ab­schluss. Zu 99 Pro­zent ja. Foot­ball war im­mer mei­ne Lei­den­schaft. Ich bin 25 und ha­be ho€ent­lich noch ei­ni­ge Jah­re vor mir.

Dar­über hin­aus ist die Run-Pas­sOp­ti­on – kurz RPO – ei­ne wei­te­re Spiel­zug-Art, die den Quar­ter­back im Be­son­de­ren for­dert. Denn in­ner­halb kür­zes­ter Zeit – wir spre­chen hier von et­wa ei­ner Se­kun­de – muss die­ser ei­ne Ent­schei­dung für den wei­te­ren Ver­lauf des Spiel­zugs tre€en. Im Mo­ment der Ball­über­ga­be hat der Quar­ter­back näm­lich die Mög­lich­keit, den Ball eben doch nicht wei­ter­zu­rei­chen, son­dern statt­des­sen ei­nen Pass zu wer­fen. Ab­hän­gig macht der Quar­ter­back sei­ne Ent­schei­dung von ei­nem ein­zi­gen Ver­tei­di­gungs­spie­ler. Be­wegt sich die­ser nach Spiel­zug­be­ginn nach vor­ne auf den QB zu, wird der Pass be­vor­zugt, da sich dort ei­ne Lü­cke auf­tut. Bleibt der Ge­gen­spie­ler wei­ter hin­ten, weil er ei­nen Pass er­war­tet, so folgt die Ball­über­ga­be an den Run­ningback, der sei­nen Lauf in­iti­iert.

Die RPO ist heut­zu­ta­ge ein so be­lieb­ter Teil des Play­books, weil sie ein gu­tes Mit­tel ist, um her­aus­zu­fin­den, wie die De­fen­se am güns­tigs­ten für den ei­ge­nen An­gri€ steht und ge­zielt Schwä­chen aus­zu­nut­zen. Die Run-Pass-Op­ti­on er­höht al­so die Fle­xi­bi­li­tät der O€en­se und macht ihr Spiel un­be­re­chen­ba­rer. Ob live da­bei oder am TV: Für Au­ßen­ste­hen­de wird es heu­te schwer zu er­ken­nen sein, wann die Uni­corns sich für die RPO ent­schei­den. Aber ge­lin­gen Ja­dri­an Clark da­bei die rich­ti­gen Reads, so er­höht das die Chan­cen auf ei­nen er­folg­rei­chen Abend.

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