Beam me up, Nackt­mull!

Haller Tagblatt - - SPIELEN - Ja­na Zah­ner

Ein Ge­sell­schafts­spiel wie ein Hol­ly­wood-Film: Ein Raum­schi kurvt durch das All. Plötz­lich sieht sich die Be­sat­zung feind­li­chen Ein­dring­lin­gen ge­gen­über. So dra­ma­tisch, so be­kannt. Nur: Bei „Space Escape“han­delt es sich bei den klei­nen As­tro­nau­ten um Nackt­mul­le. Die haar­lo­sen Na­ger müs­sen sich ge­gen ei­ne Schlan­gen­pla­ge weh­ren, Pro­vi­ant ein­sam­meln und die ret­ten­de Raum­kap­sel er­rei­chen.

Das Spiel ba­siert auf dem be­kann­ten Schlan­gen-und-Lei­terSpiel; ge­spielt wird je­doch ko­ope­ra­tiv, um die Be­sat­zung ge­mein­sam in die Kap­sel im Zen­trum des Spiel­fel­des zu bug­sie­ren. Reih­um zie­hen die Spie­ler Kar­ten: So ent­schei­det sich, ob Schlan­gen oder Nack­mul­le be­wegt wer­den. Mit ei­ner Lei­ter geht es für Na­ger und Schlan­ge auf­wärts, ein Lüf­tungs­schacht da­ge­gen saugt die Tie­re in tie­fe­re Stock­wer­ke. Ein Nackt­mull, der auf ei­ne Schlan­ge tritt, kas­siert ei­nen Biss. Ster­ben die Na­ger oder er­rei­chen die Rep­ti­li­en die Raum­kap­sel zu­erst, ist das Spiel ver­lo­ren.

„Space Escape“klingt sim­pel, er­for­dert aber je­de Men­ge Tak­tik: Wel­chen Na­ger bringt das Team in Si­cher­heit, wie lässt man mög­lichst vie­le Schlan­gen in die Röh­re schau­en? Bis man den Dreh raus – und ge­nug Glück – hat, kann es ei­ni­ge er­folg­lo­se Run­den dau­ern. Für Sie­ben­jäh­ri­ge wirkt das Spiel da­her et­was zu schwer. Die lie­be­vol­le Spie­le­optik schmä­lert den Frust beim Ver­lie­ren je­doch ein we­nig.

Fo­to: Ga­me Fac­to­ry

Ren­nen zur Raum­kap­sel: „Space Escape“.

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