Neu­es Le­ben in al­ten Räu­men

Haller Tagblatt - - ANZEIGEN - Von Adi­na Möl­ler

Wo frü­her beim größ­ten Ar­beit­ge­ber der Stadt Fäs­ser pro­du­ziert wur­den, ist nun ein at­trak­ti­ver Ver­an­stal­tungs- und Di­enst­leis­tungs­stand­ort ent­stan­den.

Das Karl-Kurz-Are­al in Schwä­bisch Hall-Hes­sen­tal war ab 1909 die Hei­mat ei­ner zwi­schen­zeit­lich sehr er­folg­rei­chen Fass­fa­brik. Noch zum 100-Jahr-Ju­bi­lä­um 1990 zeig­te sich die „Karl Kurz KG“gut auf­ge­stellt. Das Un­ter­neh­men galt zu die­ser Zeit als füh­rend im Be­reich der Blas­tech­no­lo­gie, mit de­ren Hil­fe kom­pli­ziert ge­form­te Was­ser- und Kraft­s­to‡tanks oder Fil­ter­ge­häu­se aus Kunst­sto‡ für Au­tos, Last­wa­gen und Trak­to­ren her­ge­stellt wur­den. In den Blü­te­jah­ren zähl­te die Fir­ma rund 1200 Be­schäf­tig­te und war da­mit der größ­te Ar­beit­ge­ber der Stadt.

1998 en­de­te die Un­ter­neh­mens­ge­schich­te al­ler­dings mit dem Kon­kurs. Das be­leb­te Are­al ver­kam lang­sam zur In­dus­trie­bra­che. Doch in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren hat die GWG Grund­stücks­und Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Schwä­bisch Hall es aus sei­nem Dorn­rös­chen­schlaf ge­weckt.

An Stel­le der ehe­ma­li­gen In­dus­trie­und Pro­duk­ti­ons­flä­chen ist nun ein at­trak­ti­ver Ver­an­stal­tungs­und Di­enst­leis­tungs­ort ent­stan­den. Ziel der Re­vi­ta­li­sie­rung war, die Er­in­ne­rung an die al­te In­dus­trie­tra­di­ti­on des Ge­län­des wach­zu­hal­ten und den­noch Räu­me zu scha‡en, die al­len mo­der­nen An­sprü­chen ge­recht wer­den. Den Mit­tel­punkt bil­det ein Ta­gungs­zen­trum, in wel­chem Ver­an­stal­tun­gen für bis zu 1000 Per­so­nen statt­fin­den kön­nen und das der al­ten Fa­brik neu­es Le­ben ein­haucht.

Mit den Sa­nie­run­gen wur­de im Früh­jahr 2017 be­gon­nen, En­de Sep­tem­ber war die Schlüs­sel­über­ga­be und in den letz­ten Ta­gen hat das Land­rats­amt als Mit­ei­gen­tü­mer sei­ne Räu­me be­zo­gen – die­se er­stre­cken sich über ins­ge­samt 7100 Qua­drat­me­ter. Des Wei­te­ren hat in dem T-för­mi­gen Bau mit der Adres­se Kar­lKurz-Stra­ße 44 das Even­t­un­ter­neh­men Mar­bet ei­ne neue Hei­mat ge­fun­den.

Wei­te­re Nut­zer sind – pas­send zur Zu­las­sungs­stel­le des Land­rats­am­tes – Ver­käu­fer von Kfz-Kenn­zei­chen, die Stadt Schwä­bisch Hall mit ei­ner Re­gis­tra­tur und das Team um Dirk St­ein­mann von der Tou­ris­tik und Mar­ke­ting Schwä­bisch Hall als Mie­ter des Ver­an­stal­tungs­zen­trums „Fass­fa­brik“. Be­trei­ber ist Schwä­bisch Hall Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment. Auch „Mustang“ver­legt sei­nen Ver­wal­tungs­sitz von Kün­zel­sau auf das Are­al.

Das In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men in den Haupt­bau be­trägt cir­ca 44 Mil­lio­nen Eu­ro, für die Um­ge­stal­tung des Ne­ben­ge­bäu­des hat die GWG rund 6 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert.

Ein Blick auf das gro­ße Are­al: Links steht das Haupt­ge­bäu­de, das das Ta­gungs­zen­trum, Bü­ro­räu­me von Mar­bet und Tei­le der Kreis­ver­wal­tung be­hei­ma­tet. In der Mit­te ist das Ne­ben­ge­bäu­de zu se­hen, das kom­plett von Mustang ge­nutzt wird, und rechts steht der cha­rak­te­ris­ti­sche Klin­ker­bau mit Ka­min, der auch in der wei­te­ren Ent­wick­lung des Ge­län­des er­hal­ten blei­ben soll.

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