Viel Är­ger um die Elb­phil­har­mo­nie

Op­po­si­ti­on spricht von „Plün­de­rung der Ham­bur­ger Staats­kas­se“ / Welck schweigt zum Raus­wurf des Staats­rats

Hamburger Morgenpost - - Hamburg -

ord­ne­te Chris­tel Ol­den­burg ver­mu­te­te hin­ter der Per­so­na­lie, dass in der Kul­tur­be­hör­de im Be­reich der Elb­phil­har­mo­nie ei­ni­ges im Ar­gen lie­ge. Die Ver­drei­fa­chung der Kos­ten für den Bau des Kon­zert­hau­ses auf 323 Mil­lio­nen Eu­ro sei weit mehr, als der ge­sam­te Kul­tur­haus­halt um­fas­se. Im­mer noch for­dert die Op­po­si­ti­on Ein­sicht in die Ak­ten zur Elb­phil­har­mo­nie. Die Link­s­par­tei sprach da­von, die Bür­ger­schaft sei in die­ser Sa­che hin­ters Licht ge­führt wor­den und die Kul­tur­be­hör­de ha­be ei­ne un­ver­tret­ba­re Plün­de­rung der Ham­bur­ger Staats­kas­se zu ver­ant­wor­ten, so der Ab­ge- Die um­strit­te­ne Ver­la­ge­rung der Uni­ver­si­tät, die Kos­ten­ex­plo­si­on bei der Elb­phil­har­mo­nie, die Sche­re zwi­schen Arm und Reich – am zwei­ten Tag der Haus­halts­be­ra­tun­gen in der Bür­ger­schaft stan­den die Be­rei­che Wis­sen­schaft, Kul­tur und So­zia­les auf dem Pro­gramm. Mit Blick auf den frisch ent­las­se­nen Staats­rat der Kul­tur­be­hör­de, Rein­hard Stuth, for­der­te die SPD Se­na­to­rin Ka­rin von Welck auf, die Grün­de für den Raus­wurf zu er­klä­ren. Die Ab­ge- ord­ne­te Nor­bert Hack­busch. Se­na­to­rin von Welck äu­ßer­te sich in ih­rem Re­de­bei­trag nicht über die Grün­de, die zum Raus­wurf ih­res Staats­ra­tes ge­führt ha­ben. In Rich­tung Op­po­si­ti­on mein­te von Welck, bei der Elb­phil­har­mo­nie „hel­fen Wunsch­träu­me uns al­len nicht wei­ter“. Im Be­reich So­zia­les, Fa­mi­lie und Ge­sund­heit, dem fi­nan­zi­ell größ­ten Res­sort un­ter Se­na­tor Dietrich Wer­sich (CDU) mit ei­nem Vo­lu­men von 2,4 Mil­li­ar­den Eu- ro, be­ton­te die SPD, dass die größ­ten Aus­ga­ben in die­sem Be­reich ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben sei­en – und al­so kein Ver­dienst der Re­gie­rung. „Die Sche­re zwi­schen Arm und Reich ist in den letz­ten Jah­ren im­mer grö­ßer ge­wor­den“, so der Ab­ge­ord­ne­te Dirk Ki­en­scherf. Die SPD for­der­te er­neut ei­nen Le­bens­la­gen­be­richt, um An­sät­ze zur Be­kämp­fung der so­zia­len Spal­tung auf­zu­zei­gen, so­wie Ver­bes­se­run­gen in der Pfle­ge. (pin)

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