So lief der An­griff auf die Che­mie-An­la­gen

USA und Russ­land ma­chen un­ter­schied­li­che An­ga­ben zur Zahl ab­ge­fan­ge­ner Ra­ke­ten

Hamburger Morgenpost - - POLITIK -

Da­mas­kus - Den An­griff hat­te US-Prä­si­dent Do­nald Trump via Twit­ter an­ge­kün­digt und das rus­si­sche Mi­li­tär war vor­ge­warnt wor­den. Wel­ches Aus­maß der west­li­che Luft­schlag ge­gen Sy­ri­en wirk­lich hat­te und wie er­folg­reich er war, lässt sich kaum sa­gen. Es gibt da­zu un­ter­schied­li­che An­ga­ben.

Laut US-Mi­li­tär wur­den ein Che­mie- und Bio­waf­fen-For­schungs­zen­trum in Bar­sah und zwei La­ger­stät­ten für Sa­rin na­he Schien an­ge­grif­fen. Das rus­si­sche Mi­li­tär spricht auch vom Mi­li­tärf ug­ha­fen Du­mair, öst­lich von Da­mas­kus. Von dort soll der Mi­li­tär­hub­schrau­ber auf­ge­stie­gen sein, der Gift­gas über Du­ma ab­warf, was der An­lass für den west­li­chen Luft­schlag war. In der Lis­te der US-Mi­li­tärs tauch­te die­ser Flug­platz al­ler­dings nicht auf.

Laut US-An­ga­ben set­zen Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und die USA 107 Marschf ug­kör­per ein, die Rus­sen spra­chen von 103. Un­ter­schied­li­che An­ga­ben gibt es zur Zahl der ab­ge­fan­ge­nen Ra­ke­ten: Die USA er­klär­ten, es ha­be prak­tisch kei­ne nen­nens­wer­te sy­ri­sche Ab­wehr ge­ge­ben. Sy­ri­sche Ab­fang­ra­ke­ten (so­wje­ti­scher Bau­art) sei­en erst ein­ge­setzt wor­den, als der An­griff prak­tisch vor­bei war. Die deut­lich mo­der­ne­ren rus­si­schen Ab­fang­ra­ke­ten sei­en über­haupt nicht ak­ti­viert wor­den. Rus­si­sche und sy­ri­sche Mi­li­tärs er­klär­ten hin­ge­gen sie hät­ten 71 Ra­ke­ten ab­fan­gen kön­nen, da­von zwölf auf dem Weg zum Flie­ger­horst na­he Da­mas­kus.

Die Fo­tos sol­len ein Che­mie­waf­fen­de­pot vor ...

... und nach dem An­griff durch US-Ra­ke­ten zei­gen.

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