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Hamburger Morgenpost - - POLITIK - DIERK ROHWEDDER po­li­tik@mopo.de

Die SPD – ei­ne trau­ma­ti­sier­te Par­tei zwi­schen Sinn­su­che und De­pres­si­on. An die­sem Wo­che­n­en­de trifft man sich zur Ge­sprächs­the­ra­pie (Neu­deutsch: De­bat­ten­camp): Fa­mi­li­en­be­ra­tung mit Tan­te Nah­les und On­kel Kling­beil. Aber wo­hin nur? Die Sozis drü­cken sich bis­her vor schwe­ren Ent­schei­dun­gen. Für wen ste­hen sie? Für die Berg­leu­te im Koh­le­re­vier – oder für Kli­ma­schutz jetzt? Für die Ar­bei­ter am Band bei VW – oder für die Mil­lio­nen von VW be­tro­ge­nen, von Fahr­ver­bo­ten be­droh­ten Stadt­men­schen? Kann das Grund­ein­kom­men à la Kling­beil den Hun­dert­tau­sen­den hel­fen, die durch die Di­gi­ta­li­sie­rung in Ban­ken, Ver­si­che­run­gen, Me­di­en bald ar­beits­los wer­den? Hartz IV je­den­falls, da hat Kling­beil recht, bie­tet da­für nichts an. Die Grü­nen kön­nen die­se Fra­gen klar und ein­deu­tig be­ant­wor­ten, das er­klärt ih­re Glaub­wür­dig­keit, ih­ren Er­folg. Die SPD muss erst noch his­to­ri­schen Bal­last über Bord wer­fen. Ein schnel­ler Er­folg der So­zi-Selbst­the­ra­pie auf der Psy­cho-Couch ist nicht in Sicht.

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