Er stach sei­nen Nach­barn nie­der

Hamburger Morgenpost - - VORDERSEITE - DG

Am Don­ners­tag­abend ist ein zu­nächst harm­lo­ser Streit zwei­er Nach­barn es­ka­liert. We­gen zu lau­ter Mu­sik ge­rie­ten sie an­ein­an­der, strit­ten sich – dann stach ei­ner der Kon­tra­hen­ten mit ei­nem Mes­ser zu.

Be­reits am Nach­mit­tag ge­gen 16 Uhr soll Piotr D. (38) in sei­ner Erd­ge­schos­sWoh­nung an der Stra­ße Hor­ner Ram­pe über­mä­ßig laut Mu­sik ge­hört ha­ben. Zum Leid­we­sen sei­nes 27jäh­ri­gen Nach­barn. Der rief die Po­li­zei, kurz dar­auf sorg­te ein Strei­fen­wa­gen für Ru­he in dem Wohn­haus. Vor­erst.

Ge­gen 20 Uhr soll es dann wie­der laut ge­wor­den sein. Aber nicht so wie vor­her, so er­zählt es ei­ne Nach­ba­rin: „Es war in ei­ner an­ge­mes­se­nen Laut­stär­ke. Ich hab’s zu­erst gar nicht wahr­ge­nom­men. Bis auf ein­mal hef­tig an sei­ner Tür ge­klopft wur­de.“

Es war der 27-Jäh­ri­ge, der sei­nen Nach­barn wohl auf den Fehl­tritt an­spre­chen woll­te. Und an­geb­lich auch ver­sucht hat, ihn zu pro­vo­zie­ren. So be­schrei­ben es zu­min­dest meh­re­re Nach­barn. „Er hat­te sein Han­dy in der Hand und re­de­te ir­gen‘was von ,Be­wei­se ma­chen‘. Es wirk­te so, als woll­te er sich strei­ten.“

Das ta­ten sie dann auch. Erst ver­bal, dann sol­len laut Po­li­zei die Fäus­te ge­flo­gen sein. D. ging im Zu­ge des­sen zu­rück in sei­ne Woh­nung, nahm sich ein Mes­ser – und stach zu. Er traf sei­nen Geg­ner in der Hüf­te, die­ser wie­der­um wehr­te sich mit Pfef­fer­spray. Auch zwei Un­be­tei­lig­te sol­len durch die schar­fe Wol­ke ver­letzt wor­den sein. Al­le wur­den von Ret­tungs­kräf­ten ver­sorgt.

Das Stich-Op­fer kam in ein na­hes Kran­ken­haus, laut Po­li­zei be­steht kei­ne Le­bens­ge­fahr. Der Mes­ser­ste­cher wur­de fest­ge­nom­men.

Die Nach­barn sind ge­schockt von dem Streit, der so aus­ufer­te. „Ich ken­ne Piotr D. seit fünf Jah­ren. Er war im­mer so nett und hilfs­be­reit.“Sei­ne Part­ne­rin und er sol­len oft und viel ge­trun­ken ha­ben.

Piotr. D (38) bei sei­ner Fest­nah­me. Er soll sei­nen Nach­barn mit ei­nem äes­ser an­ge­grif­fen und ver­letzt ha­ben.

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