So ist auch mal Fei­er­abend drin

Hamburger Morgenpost - - HAMBURG - MPS mi­[email protected]

tig für je­de Sit­zung, in der sie an­we­send sind 40 statt bis­lang 21 Eu­ro er­hal­ten.

Dar­über hin­aus soll es zu­sätz­lich ein­ma­li­ge Be­zü­ge und ge­son­der­te Zah­lun­gen für die Kin­der­be­treu­ung ge­ben. Der An­trag wird am Mon­tag in den ein­zel­nen Frak­tio­nen be­ra­ten. Nach der Bür­ger­schafts­wahl 2020 soll er in Kraft tre­ten. Wie, die be­kom­men schon wie­der mehr Geld? Wo­für denn das? Und dann ent­schei­den die das auch noch selbst!? Ja, das wird si­cher manch Le­ser den­ken, wenn er von der ge­plan­ten Diä­tenEr­hö­hung liest. Klar, es hat schon ein ge­wis­ses Ge­schmäck­le, wenn Po­li­ti­ker selbst dar­über ent­schei­den, ob sie mehr Geld für ihr En­ga­ge­ment er­hal­ten sol­len. Da­von kann je­der Ar­beit­neh­mer nur träu­men. Bei all dem Neid darf man aber nicht den Auf­wand ver­ges­sen, den die Ab­ge­ord­ne­ten be­trei­ben. Fach­aus­schüs­se, Ar­beits­grup­pen, Bür­ger­ver­an­stal­tun­gen – der Ter­min­ka­len­der ei­nes Ab­ge­ord­ne­ten ist voll. Zeit für Fa­mi­lie gibt’s da kaum noch, schließ­lich ha­ben vie­le Ab­ge­ord­ne­te auch noch ei­nen rich­ti­gen Job. Das muss sich än­dern – und da­bei hilft Geld. Vor al­lem für Mit­ar­bei­ter, die die Po­li­ti­ker zeit­lich ent­las­ten sol­len. Dann ist ne­ben dem Fei­er­abend­par­la­ment tat­säch­lich auch noch et­was Fei­er­abend drin.

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