Hamburger Morgenpost

Dream Team? Albtraum!

WM-Aus nach „Desaster“gegen die Dominikani­sche Republik

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Sie sind als vermeintli­ches deutsches Dream Team angetreten, jetzt ist ihr Albtraum wahr geworden: Mit dem desaströse­n 68:70 gegen die Dominikani­sche Republik ist die Mannschaft von Bundestrai­ner Henrik Rödl bei der WM in China in der Vorrunde gescheiter­t! Es war bis zum Ende eng geblieben, Bayerns Danilo Barthel hatte beim Stand von 68:70 kurz vor der Schlusssir­ene mit einem Dreier die Chance zum Sieg, doch der Ball ging nach Zuspiel von Topscorer Dennis Schröder (20 Punkte) weit vorbei. Dann wurde es auf der deutschen Bank ganz still.

NBA-Star Schröder (Oklahoma City Thunder) wollte auch lange nach dem peinlichen Aus nicht reden. Wortlos schlich der selbsterna­nnte Anführer eine Stunde nach der Schlusssir­ene zum Bus, kein Satz zum Desaster, keine Erklärung, nichts.

Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), fand dagegen deutliche Worte: „Ich bin „Keine Ahnung, ist ein richtiges Desaster.“

Und das könnte noch größere Folgen haben. Durch den unerklärli­chen Aussetzer geht es nach der Vorrunde nur noch in der Platzierun­gsrunde um die Positionen 17 bis 32 in Shanghai mit Spielen gegen Kanada und den Senegal weiter. In China werden sieben Direkttick­ets für Olympia für Tokio 2020 vergeben, Deutschlan­d bekommt keines davon. 16 weitere Teams schaffen es zu einem Qualifikat­ionsturnie­r.

„Jetzt kommt die Qualifikat­ion für Olympia, für das Vorturnier, das sehr, sehr wichtig ist für uns“, sagte Coach Rödl, dessen Posten dem Vernehmen nach nicht zur Dispositio­n steht. es

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