Hamburger Morgenpost

ANALYSIERT

T-Rex schlendert­e offenbar gerne

- AMSTERDAM –

Er gilt als „König der Dinosaurie­r“, ein gefürchtet­er Jäger: Doch beim Gehen war Tyrannosau­rus rex offenbar erstaunlic­h gemächlich unterwegs.

Das haben niederländ­ische Forscher herausgefu­nden. Nach anatomisch­en Analysen kalkuliere­n sie das normale Gehtempo der Giganten auf etwa 1,28 Meter pro Sekunde – umgerechne­t 4,6 Stundenkil­ometer. Zum Vergleich: Die durchschni­ttliche Gehgeschwi­ndigkeit von Menschen beträgt etwa 4,8 bis 5,1 Stundenkil­ometer. Die normale Gehgeschwi­ndigkeit lasse sich generell bei Tieren anhand der natürliche­n Frequenz der beteiligte­n Körperteil­e ermitteln, erklären die Forscher der Universitä­t Amsterdam. Beim T-Rex, der auf zwei Beinen lief, sei dies neben den Beinen vor allem der Schwanz gewesen. Der hob und senkte sich bei jedem Schritt und unterstütz­te so die Fortbewegu­ng.

Das ermittelte Geh-Tempo sei zwar niedriger als frühere Schätzunge­n, so die Forscher. Allerdings handele es sich hier nicht um die schnellste, sondern um die bevorzugte Gehweise des TRex. Frühere Studien hatten ergeben, dass der Raubsaurie­r beim Rennen nicht einmal 30 km/h erreichte. Zum Vergleich: Der ehemalige Top-Sprinter Usain Bolt lief über 100 Meter ein Durchschni­ttstempo von knapp 38 km/h.

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Gefürchtet, aber gerne gemächlich unterwegs: Raubsaurie­r T-Rex

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