Hamburger Morgenpost

Hannes Aigner feiert Bronze – und kämpft mit Erfolg gegen seinen Körper

SLALOM

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Diese Bronze-Medaille hat sich Hannes Aigner mehr als verdient. Kurz vor dem Slalom-Finale im Kasai Canoe Slalom Center spielte plötzlich der Körper des Kanuten verrückt. Muskelkräm­pfe gaben Grund zur Sorge. Aigner war sich sogar keineswegs sicher, „ob ich es überhaupt bis ins Ziel schaffe, weil meine Arme sich zum Teil selbststän­dig gemacht haben“.

Vermutlich sorgten die Hitze und die hohe Luftfeucht­igkeit für die körperlich­en Probleme beim Augsburger. Doch Aigner hielt durch und belohnte sich für seinen Kampf gegen die Schmerzen. Ihm sei sogar ein großer Fahrfehler unterlaufe­n, sagte der 32-Jährige. Und schaffte es in 1:37,11 Minuten dennoch auf das Podest.

Noch schneller in ihren Kajaks waren nur Jiri Priskavec (Tschechien) in 1:31,63 Minuten und der Slowake Jakub Grigar mit einer Zeit von 1:34,85 Minuten. Seinen Erfolg nahm Aigner im Zielraum nahezu regungslos zur Kenntnis. „Ich war erstmal fix und fertig, weil die Krämpfe ganz schön unangenehm waren“, sagte er.

Erstmals seit der olympische­n Kanuslalom-Premiere 1972 gewannen die deutschen Athleten in jedem Wettkampf eine Medaille.

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Hannes Aigner komplettie­rte das beste deutsche KanuErgebn­is bei Olympia seit 1972.

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