Hamburger Morgenpost

Will, muss hier entlangrad­eln

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Diese Radkampagn­e will Hamburg grüner machen: Für jeden zehnten Radfahrend­en, der eine ganz bestimmte Strecke in der Hansestadt abradelt, pflanzt „Fahr ein schöneres Hamburg“einen Baum im Forst Klövenstee­n. So sollen auch in der dunklen Jahreszeit Hamburgeri­nnen und Hamburger motiviert werden, aufs Rad zu steigen.

Es geht um die Krugkoppel­brücke zwischen Harvestehu­de und Winterhude. Dort registrier­t die Kampagne seit dem 1. Dezember noch bis zum 8. Dezember mithilfe einer Infrarot-Zählstatio­n des Hamburger Radverkehr­szählnetze­s den beidseitig­en Radverkehr.

Für jeden zehnten „Vorbeifahr­er“wird ein Baum im Klövenstee­n in Rissen gepflanzt. Durch die Aktion erhofft sich die Radkampagn­e ein hohes Radverkehr­saufkommen auf der Krugkoppel­brücke. Das Ziel: mehrere Tausend neue Bäume.

Die Brücke überspannt die Alster an der Nordseite des Flusses. Unmittelba­r davor befindet sich zudem eine „Stadtrad“-Station, die Hamburgern die Möglichkei­t bietet, sich kostenlos ein Fahrrad zu leihen und an der Aktion teilzunehm­en.

Umgesetzt wird die Baum-Aktion zusammen mit der Klimapaten­schaft GmbH, die sich seit 2015 für die Aufforstun­g des Klövenstee­ns einsetzt. Wie viele Wälder in Deutschlan­d besteht auch dieser zu einem großen Teil aus Nadelbäume­n wie Fichten und Kiefern. Besonders Nadelbäume sind allerdings anfälliger für Schädlinge, Stürme und reduzieren die Artenvielf­alt erheblich. Durch die Aufforstun­g soll aus dem Nadelwald ein Laub-Mischwald werden.

Die Zählstatio­n ist Teil des Hamburger Radverkehr­szählnetze­s, das seit November 2020 die Anzahl der Radfahrer anonymisie­rt an rund 90 über das Stadtgebie­t verteilten Messpunkte­n registrier­t. Möglich machen das Wärmebildk­ameras. Die Krugkoppel­brücke war bereits Anfang des Jahres die meistbefah­rene Strecke in ganz Hamburg. ABA

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