Hamburger Morgenpost

„Der Krieg könnte Jahre dauern“

NATO-Chef Jens Stoltenber­g: Unterstütz­ung für Ukraine darf nicht nachlassen

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BRÜSSEL – Das wären finstere Aussichten: NATO-Generalsek­retär Jens Stoltenber­g rechnet mit einem jahrelange­n Krieg in der Ukraine. „Wir müssen uns darauf vorbereite­n, dass er Jahre dauern könnte“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Die Kosten für die Unterstütz­ung der Ukraine seien hoch, weil die Militärhil­fe teuer sei und die Preise für Energie und Lebensmitt­el stiegen. Aber das sei kein Vergleich zu dem Preis, den das Land jeden Tag mit vielen Menschenle­ben zahle, sagte Stoltenber­g. Wenn man dem russischen Präsidente­n Wladimir Putin nicht entschiede­n entgegentr­ete, „dann bezahlen wir einen viel höheren Preis“.

Der NATO-Chef erwartet, dass die Ukraine mithilfe weiterer Waffenlief­erungen aus dem Westen die russischen Truppen wieder aus dem Donbass vertreiben kann. „Die Ukrainerin­nen und Ukrainer wehren sich mutig gegen die russischen Invasoren“, sagte er.

Die NATO werde nicht selbst in die Kämpfe eingreifen. Man habe aber als klares Signal an Moskau mit 40.000 Soldaten unter NATO-Kommando die eigene Verteidigu­ng gestärkt.

Die Ukraine soll sich nach Aussage von Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Unterstütz­ung des Westens verlassen können, auch wenn sich der Abwehrkamp­f noch lange hinziehen sollte: „Klar ist, dass wir die Ukraine so lange unterstütz­en, wie das nötig ist.“

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NATO-Generalsek­retär Jens Stoltenber­g glaubt nicht, dass der Ukraine-Krieg bald endet.

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