Hannoversche Allgemeine

Kein lan­ger Pro­zess ge­gen Zahn­arzt

OLG weist Be­schwer­de der An­kla­ge zu­rück

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Ei­ne Sor­ge ist der han­no­ver­sche Zahn­arzt Ralf L., der in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit ei­ner Rei­he von Straf- so­wie Zi­vil­pro­zes­sen Auf­merk­sam­keit er­regt hat, nun end­gül­tig los: Das von der Staats­an­walt­schaft Han­no­ver an­ge­streb­te Ver­fah­ren we­gen 60 Fäl­len von Be­trug und ver­such­tem Be­trug wird es nicht ge­ben. Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Cel­le ver­warf die Be­schwer­de der An­kla­ge­be­hör­de ge­gen den Be­schluss ei­ner Wirt­schafts­straf­kam­mer des Land­ge­richts Hil­des­heim, das Be­trugs­ver­fah­ren ge­gen L. nicht zu er­öff­nen.

Die Hil­des­hei­mer Rich­ter hat­ten auf 46 Sei­ten be­grün­det, war­um sie die­sen Pro­zess nicht füh­ren wol­len. Auf­grund der Kom­ple­xi­tät der Ge­büh­ren­ord­nung sei es zwei­fel­haft, ob man dem um­strit­te­nen Me­di­zi­ner beim Er­stel­len et­li­cher ho­her Rech­nun­gen ei­ne Be­trugs­ab­sicht nach­wei­sen kön­ne – oder ob er be­stimm­te Pos­ten irr­tüm­lich ab­ge­rech­net ha­be. Die Cel­ler Rich­ter sa­hen die­se Zwei­fel als be­grün­det an. Ihr Be­scheid ist rechts­kräf­tig; da­mit wird der er­war­te­te Mam­mut­pro­zess nicht statt­fin­den.

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