Op­po­si­ti­on for­dert Buß­geld für Au­to­in­dus­trie

Op­po­si­ti­on zu­neh­mend er­bost / De­tails des Daim­ler-Rück­rufs sind noch un­klar

Hannoversche Allgemeine - - VORDERSEITE - Von The­re­sa Dapp

Die Op­po­si­ti­on im Bun­des­tag for­dert von der Bun­des­re­gie­rung ein här­te­res Durch­grei­fen ge­gen die Au­to­in­dus­trie. Die Lin­ken brach­ten Buß­gel­der und ver­pflich­ten­de Nach­rüs­tun­gen am Mo­tor ins Ge­spräch. Daim­ler muss eu­ro­pa­weit Hun­dert­tau­sen­de Die­sel­au­tos we­gen ver­mut­lich un­zu­läs­si­ger Tech­nik bei der Ab­gas­rei­ni­gung zu­rück­ru­fen.

Ber­lin/Han­no­ver. Der an­ge­kün­dig­te Pflicht­rück­ruf für Hun­dert­tau­sen­de Die­sel von Daim­ler geht der Op­po­si­ti­on im Bun­des­tag nicht weit ge­nug. Grü­ne und Lin­ke for­der­ten ein här­te­res Durch­grei­fen der Bun­des­re­gie­rung ge­gen die Au­to­kon­zer­ne und mehr Trans­pa­renz. „Jetzt wird wie­der nur ein Bruch­teil der be­trof­fe­nen Daim­ler-Die­sel zu­rück­ge­ru­fen“, sag­te Grü­nen­Frak­ti­ons­vi­ze Oli­ver Kri­scher am Diens­tag. Die ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Lin­ken, In­grid Rem­mers, for­der­te Buß­gel­der und ver­pflich­ten­de Nach­rüs­tun­gen am Mo­tor.

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU) hat­te ei­nen amt­li­chen Rück­ruf von 774000 Die­sel­fahr­zeu­gen von Daim­ler in Eu­ro­pa an­ge­kün­digt, da­von 238000 in Deutsch­land. Als Grund nann­te er un­zu­läs­si­ge Tech­nik in der Ab­gas­rei­ni­gung. Daim­ler will den Rück­ruf aus­füh­ren, kün­dig­te zugleich aber Wi­der­spruch da­ge­gen an.

Nach dem Mer­ce­des­K­lein­trans­por­ter Vi­to 1,6 Li­ter ste­hen jetzt auch häu­fig ver­kauf­te Mo­del­le wie der Ge­län­de­wa­gen GLC 220d und ein Mo­dell der C-Klas­se (C 220d) un­ter Ver­dacht. Bis auf we­ni­ge Aus­nah­men sind die Au­tos nach Kon­zern­an­ga­ben Teil der drei Mil­lio­nen Die­sel, für die Daim­ler schon ein frei­wil­li­ges Soft­ware-Up­date an­ge­kün­digt hat­te.

Nach An­ga­ben von Mer­ce­des-Händ­lern zei­gen sich die Kun­den ge­las­sen. „Das The­ma ist ja nicht mehr ganz neu und be­glei­tet uns schon ei­ne gan­ze Wei­le“, hieß es in ei­nem Au­to­haus im Raum Han­no­ver. Auch die Händ­ler wüss­ten noch nicht, wel­che Mo­del­le für Soft­ware-Up­dates vor­ge­se­hen sei­en.

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