Heil bringt Ge­setz zur Brü­cken­teil­zeit ein

Hannoversche Allgemeine - - POLITIK -

Ber­lin. Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil (SPD) hat sei­ne Ge­set­zes­plä­ne für ein Rück­kehr­recht von Teil­zeit- in Voll­zeit­be­schäf­ti­gung ab­ge­schwächt. Das geht aus der Ka­bi­netts­vor­la­ge zur so ge­nann­ten Brü­cken­teil­zeit her­vor, die dem Re­dak­ti­ons­Netz­werk Deutsch­land (RND) vor­liegt und am Mitt­woch grü­nes Licht im Bun­des­ka­bi­nett er­hal­ten soll. Er­gänzt wur­de ein Pas­sus zur Fra­ge, wann von ei­nem frei­en Ar­beits­platz aus­zu­ge­hen ist.

Die­ser hat Be­deu­tung für Ar­beit­neh­mer, die in Teil­zeit be­schäf­tigt sind und dem­nächst wie­der Voll­zeit ar­bei­ten wol­len. Schon nach bis­he­ri­ger Rechts­la­ge muss der Ar­beit­ge­ber bei der Be­set­zung frei­er Stel­len Teil­zeit­be­schäf­tig­te, die wie­der län­ger ar­bei­ten wol­len, bei glei­cher Eig­nung be­vor­zu­gen – je­doch nur dann, wenn dem kei­ne drin­gen­den Grün­de oder Ar­beits­zeit­wün­sche an­de­rer Teil­zeit­be­schäf­tig­ter ent­ge­gen­ste­hen. Heils Plä­ne se­hen vor, dass der Ar­beit­ge­ber die Be­weis­last für das Feh­len ei­nes ent­spre­chen­den frei­en Ar­beits­plat­zes zu tra­gen hat.

Der über­ar­bei­te­te Ge­setz­ent­wurf, der in­zwi­schen die Zu­stim­mung al­ler Res­sorts der Bun­des­re­gie­rung hat, ist durch ei­ne Klar­stel­lung er­gänzt wor­den. „Ein frei­er zu be­set­zen­der Ar­beits­platz liegt vor, wenn der Ar­beit­ge­ber die Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­schei­dung ge­trof­fen hat, die­sen zu schaf­fen oder ei­nen un­be­setz­ten Ar­beits­platz neu zu be­set­zen“, heißt es in der Ka­bi­netts­vor­la­ge. Für al­le jetzt schon in Teil­zeit ar­bei­ten­den Män­ner und Frau­en gel­te das Recht ab 2019 voll­um­fäng­lich, für künf­ti­ge Fäl­le gel­te es für Fir­men ab min­des­tens 45 Be­schäf­tig­ten, in klei­ne­ren Be­trie­ben soll es in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen ge­ben.

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