Land schiebt we­ni­ger Men­schen ab

Auch frei­wil­li­ge Aus­rei­sen rück­läu­fig

Hannoversche Allgemeine - - NIEDERSACHSEN & DER NORDEN -

Han­no­ver. Das Land Nie­der­sach­sen schiebt in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich we­ni­ger ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber ab als im ver­gan­ge­nen Jahr. Auch die Zahl der frei­wil­li­gen Aus­rei­sen sinkt. Das er­gibt sich aus Zah­len des nie­der­säch­si­schen In­nen­mi­nis­te­ri­ums. Dem­nach wur­den in den ers­ten vier Mo­na­ten des lau­fen­den Jah­res 489 Aus­län­der ab­ge­scho­ben. Im Ver­gleichs­zeit­raum des Jah­res 2017 wa­ren es 648.

Ins­ge­samt wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr 1724 Aus­län­der oh­ne Blei­be­recht von Nie­der­sach­sen aus ab­ge­scho­ben. Dar­un­ter wa­ren 597 Men­schen, die Deutsch­land auf Grund­la­ge der so­ge­nann­ten Du­blin-Ver­ord­nung ver­las­sen müs­sen. Die­se Ver­ein­ba­rung sieht vor, dass das­je­ni­ge EU-Land für das Asyl­ver­fah­ren ei­nes Flücht­lings zu­stän­dig ist, das die­ser zu­erst er­reicht hat.

Den Zah­len des In­nen­mi­nis­te­ri­ums zu­fol­ge ent­schie­den sich von Ja­nu­ar bis April 1044 Men­schen frei­wil­lig für ei­ne Rück­kehr in ih­re Hei­mat. Im Ver­gleichs­zeit­raum des Vor­jah­res wa­ren es noch 1675. Ins­ge­samt lag die Zahl der frei­wil­li­gen Aus­rei­sen 2017 bei 4434. Im Jahr da­vor wa­ren es 11 935 ge­we­sen.

In der Grup­pe der Ab­ge­scho­be­nen und der frei­wil­li­gen Rück­keh­rer ha­ben wei­ter­hin Men­schen aus West­bal­kan-Län­dern ei­nen gro­ßen An­teil. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren bil­de­ten Al­ba­ni­en, Ko­so­vo, Ser­bi­en und Mon­te­ne­gro bei den Her­kunfts­län­dern die Spit­ze. Men­schen aus die­sen Staa­ten ha­ben kaum Chan­cen auf Asyl in Deutsch­land.

Wie aus ei­ner Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung auf ei­ne An­fra­ge der AfD her­vor­geht, stell­ten in den ers­ten vier Mo­na­ten des lau­fen­den Jah­res bei den Ab­schie­bun­gen Men­schen aus Al­ba­ni­en (92) die zah­len­stärks­te Grup­pe, ge­folgt von Mon­te­ne­gro (40) und dem Su­dan (40) an zwei­ter und dem Irak (38) an drit­ter Stel­le. Das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge konn­te auf An­fra­ge nicht er­klä­ren, war­um in letz­ter Zeit zu­neh­mend Men­schen aus die­sen bei­den Län­dern in Nie­der­sach­sen von Ab­schie­bun­gen be­trof­fen wa­ren.

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