Fahr­ver­bot: AfD-An­trag ab­ge­lehnt

Stadt plant wei­ter Die­sel­sper­run­gen

Hannoversche Allgemeine - - HANNOVER -

Die Stadt­spit­ze lässt der­zeit prü­fen, ob auf zwei Stra­ßen Fahr­ver­bo­te für Die­sel bis Eu­ro 5 und Ben­zi­ner bis Eu­ro 2 ein­ge­rich­tet wer­den soll­ten, auch wenn sich die Stadt­spit­ze im Grund­satz deut­lich ge­gen wei­te­re Fahr­ver­bo­te aus­ge­spro­chen hat. Ein An­trag der AfD-Frak­ti­on, sämt­li­che Fahr­ver­bots­pla­nun­gen so­fort zu stop­pen, fand im Bau­aus­schuss des Ra­tes aber kei­ne Zu­stim­mung.

AfD-Rats­herr Sö­ren Haupt­stein ar­gu­men­tier­te, die Nut­zung von Au­tos zu ver­bie­ten sei „nichts an­de­res als das mas­si­ve Ein­schrän­ken der Frei­heit des Men­schen“. Über­dies sei die Sper­rung ein­zel­ner Stra­ßen sinn­los, wie das Ham­bur­ger Bei­spiel zei­ge, weil sich die We­ge der Au­to­fah­rer im Zwei­fel nur ver­la­ger­ten. SPD-Po­li­ti­ker Lars Ke­lich und der FDP-Frak­ti­ons­chef Wil­fried En­gel­ke ent­geg­ne­ten, nach dem Leip­zi­ger Ur­teil zur Luf­t­rein­hal­tung sei es die Pflicht der han­no­ver­schen Um­welt­de­zer­nen­tin, zu­min­dest prü­fen zu las­sen, ob von ei­nem lo­kal be­grenz­ten Fahr­ver­bot ir­gend­wel­che Ver­bes­se­run­gen zu er­war­ten sei­en. Al­ler­dings hiel­ten bei­de lo­ka­le Fahr­ver­bo­te wie in Ham­burg für un­sin­nig.

Grü­nen-Frak­ti­ons­vi­ze Da­ni­el Gar­de­min wand­te ein, dass auch be­grenz­te Fahr­ver­bo­te Au­to­fah­rer durch­aus zur Ver­hal­tens­än­de­rung brin­gen könn­ten. Der AfD ge­he es „schein­bar mehr um den Schutz der Au­to­mo­bil­in­dus­trie als der An­woh­ner“. Oli­ver Förs­te (Die Frak­ti­on) sprach sich für Fahr­ver­bo­te aus, „nicht nur in die­sen bei­den Stra­ßen“. An­de­re Städ­te wie Stock­holm oder Ma­drid mach­ten vor, wie man die Ver­kehrs­po­li­tik nach­hal­tig um­stel­len kön­ne. Der An­trag der AfD wur­de mit zehn von elf Stim­men ab­ge­lehnt.

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