Son­nen­en­er­gie nut­zen FÜr ein gu­tes Klas­sen­kli­ma

Gibt es bald Kli­ma­an­la­gen in Nie­der­sach­sens Schu­len? Oder gä­be es an­de­re Mög­lich­kei­ten, die Som­mer­hit­ze für Schü­ler er­träg­li­cher zu ma­chen? Die HAZ-Le­ser dis­ku­tie­ren

Hannoversche Allgemeine - - LESERFORUM -

Zum Ar­ti­kel „SPD for­dert Kli­ma­an­la­gen in den Schu­len“vom

8. Au­gust: KlAr, die Po­li­tik kAnn Kli­mA­An­lA­gen nACh En­de der SChul­fe­ri­en Bei ein­set­zen­der „Heiß­zeit“und dem Do­mi­no­ef­fekt for­dern. GleiCh­zei­tig soll­te sie reCht­zei­tig Sor­ge trA­gen, wo­her der Strom zum Be­trieB der Kli­mA­An­lA­gen kommt. DA ge­hö­ren Fo­to­vol­tA­ik­An­lA­gen Aufs DACh der SChu­len, denn die Ener­gie kommt von der Son­ne – und die­se sChiCkt Be­kAnnt­liCh phy­sisCh kei­ne ReCh­nung.

Sol­Che An­lA­gen Auf dem DACh und in den KlAs­sen­zim­mern könn­ten in vie­len Un­ter­riChts­ein­hei­ten the­mA­ti­siert wer­den, so­zu­sA­gen Als NACh­weis für NACh­hAl­tig­keit und KlimA­neu­trA­litÄt. So wie der Do­mi­no­ef­fekt, der Er­düBer­lAs­tungs­tAg Am

1. Au­gust oder der öko­lo­gi­sChe Fu­ßABdruCk, den der MensCh hin­ter­lÄsst. Im­mer­hin hAt siCh die Re­gi­on zu 100 Pro­zent Kli­mA­sChutz ver­pfliCh­tet, die KlimAsChutz­leit­stel­le kAnn und wird siCh dAr­um küm­mern. EBen­so die Kom­mu­nen mit ih­ren Kli­mA­sChutz-Ak­ti­ons­pro­grAm­men.

Ei­ne Qui­zAuf­gABe: Wie lAn­ge BrAuCht dAs LiCht von der Son­ne zur Er­de? Ei­ne wei­te­re: Ist der Wir­kungs­grAd von Fo­to­vol­tAik­mo­du­len je QuA­drAt­me­ter FlÄ­Che hö­her oder nied­ri­ger Als der grü­ner BlÄt­ter per Fo­to­syn­the­se und in wel­Chem Ver­hÄlt­nis? Ger­hard Schro­eter, Gehr­den

Trink­was­ser ein­set­zen

Vor ex­Akt 50 JAh­ren Be­suCh­te iCh ei­ne Grund­sChu­le im Wend­lAnd. Wir SChü­ler nAh­men kei­ne Ge­trÄn­ke mit in die SChu­le, und es gAB AuCh kei­ne Trink­wAs­ser­spen­der. Der Chef der CDU-Re­gi­ons­frAk­ti­on sChlÄgt Ak­tu­ell vor, die­se in den SChu­len Auf­zu­stel­len. In DeutsCh­lAnd kommt Bes­tes Trink­wAs­ser kos­ten­frei Aus der WAnd. In Be­sAg­ter Grund­sChu­le im Wend­lAnd wAr ei­ne „Trink­wAs­serBAr“ein­ge­riCh­tet. An ei­ner StA­ti­on spru­del­te dAs küh­le WAs­ser Auf DruCk Aus meh­re­ren Ar­mA­tu­ren di­rekt in den Mund. Ei­ne Be­sChAf­fung von Trink­wAs­ser­ton­nen und WAr­tung der Spen­der wAr niCht er­for­der­liCh. SelBst Ein­we­go­der Mehr­we­gBeCher wA­ren niCht not­wen­dig.

MAnCh­mAl ist we­ni­ger mehr. Grund­sÄtz­liCh fin­de iCh es frAg­wür­dig, dAss WAs­ser nA­tu­rell für 0,19 Eu­ro pro 1,5 Li­ter ver­kAuft und Hun­der­te Ki­lo­me­ter üBer LAnd trAns­por­tiert wird. Jür­gen Sauß, We­de­mark

Ur­sa­chen der Hit­ze be­kämp­fen

Die SPD for­dert Bei die­ser Som­mer­hit­ze, dAss Be­son­ders hei­ße Un­ter­riChts­rÄu­me künf­tig mit Kli­mA­An­lA­gen Aus­ge­stAt­tet wer­den sol­len. DA­ge­gen spre­Che iCh miCh klAr Aus. NA­tür­liCh ist es ei­ne Zu­mu­tung, Bei 33 GrAd im sti­Ckig hei­ßen KlAs­sen­rAum zu sit­zen. Die Kon­zen­trA­ti­on sChwin­det, mAn sChwitzt Aus Al­len Po­ren, und die Mo­ti­vA­ti­on sinkt.

Die Idee, die­ser Pro­Ble­mA­tik mit Kli­mA­An­lA­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken, ist Al­ler­dings völ­lig ver­kehrt. Es muss „ein grund­sÄtz­li­Ches Um­den­ken“stAtt­fin­den, wie die SPD-RAts­frAk­ti­on ver­mit­telt, je­doCh niCht so, wie es die SPD ger­ne hÄt­te: Denn Kli­mA­An­lA­gen er­wÄr­men die Au­ßen­tem­pe­rA­tur nur noCh mehr, Als sie oh­ne­hin sChon ist, und sie ver­BrAu­Chen zu­sÄtz­liCh Strom. So wird die Er­de nur noCh mehr er­wÄrmt. Dies ist so­mit ei­ne völ­lig kon­trA­pro­duk­ti­ve Idee.

Die Ur­sA­Chen für die­se Hit­ze müs­sen Be­kÄmpft wer­den! Ers­tens dArf so we­nig LiCht wie mög­liCh leuCh­ten; zu­dem dür­fen we­ni­ger elek­tri­sChe Ge­rÄ­te An­ge­sChAl­tet sein und Be­nutzt wer­den, um we­ni­ger WÄr­me zu er­zeu­gen. AuCh müs­sen we­ni­ger TreiBhAus­gA­se wie MethAn Aus der MAs­sen­tier­hAl­tung Aus­ge­sto­ßen wer­den, die dAs Kli­mA eBen­fAlls in ho­hem MA­ße An­hei­zen.

Je­der Bür­ger muss mit die­sen MAß­nAh­men Be­gin­nen, denn Auf die Ent­sChei­dun­gen der Po­li­tik zu wAr­ten, dAu­ert viel zu lAn­ge. Vor Al­lem müs­sen Al­le FAs­sA­den und DÄ­Cher sChnellst­mög­liCh Be­grünt wer­den. AuCh für SChu­len ist dies ei­ne ef­fek­ti­ve Lö­sung, um die Tem­pe­rA­tu­ren im Ge­BÄu­de zu sen­ken und dAs Kli­mA zu ver­Bes­sern. Mehr BÄu­me spen­den mehr SChAt­ten.

Wir müs­sen uns wApp­nen ge­gen den Kli­mA­wAn­del, ge­gen die pro­gnos­ti­zier­te „Heiß­zeit“, ABer niCht mit vor­sChnel­len und Be­que­men Lö­sun­gen, son­dern mit Lö­sun­gen, die AuCh mit der NA­tur zu­sAm­men­Ar­Bei­ten und wirk­liCh et­wAs nüt­zen! Ame­lie Bar­telt, Sehn­de

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