VW ei­nigt sich mit Händ­lern

Ver­ein­ba­rung re­gelt Zu­sam­men­ar­beit bei Elek­tro­mo­bi­li­tät und Di­gi­ta­li­sie­rung

Hannoversche Allgemeine - - NIEDERSACHSEN & DER NORDEN - Von Al­brecht Scheu­er­mann

Han­no­ver. Nach sie­ben Mo­na­ten Ver­hand­lung hat sich VW mit dem Volks­wa­gen und Au­di Part­ner­ver­band auf neue Ver­trä­ge ge­ei­nigt. Die Händ­ler sol­len da­durch mehr Frei­heit be­kom­men, zugleich wird die Zu­sam­men­ar­beit auf et­li­chen Zu­kunfts­fel­dern neu ge­re­gelt. Am 13. Sep­tem­ber soll das Ver­hand­lungs­er­geb­nis den Händ­lern bei ei­nem Tref­fen in Han­no­ver ge­nau­er vor­ge­stellt wer­den. Sie ha­ben dann bis En­de No­vem­ber Zeit, die neu­en Ver­trä­ge zu un­ter­zeich­nen.

„Un­ser neu­es Ge­schäfts­mo­dell ist ei­ne gran­dio­se Team­leis­tung“, mein­te VWVer­triebs­lei­ter Tho­mas Zahn. Es sei voll auf die Zu­kunfts­the­men Elek­tro­mo­bi­li­tät und Di­gi­ta­li­sie­rung aus­ge­rich­tet. Zu­dem könn­ten die Händ­ler mehr selbst ent­schei­den, Bü­ro­kra­tie wer­de ab­ge­baut. „Die­ser Ver­trag ist rich­tungs­wei­send für die Bran­che“, er­klär­te Dirk Wed­di­gen von Knapp, der den Part­ner­ver­band führt.

Volks­wa­gen hat­te al­len Händ­lern im ers­ten Quar­tal des Jah­res die Ver­trä­ge mit Wir­kung zum 31. März 2020 ge­kün­digt, um neue Ver­trä­ge aus­zu­han­deln. VW be­grün­de­te dies vor al­lem mit neu­en Ent­wick­lun­gen wie Elek­tro­au­tos, dem Vor­drin­gen von Mo­bi­li­täts­dienst­leis­tern und dem wach­sen­den On­li­ne­au­to­han­del. VW-Ver­triebs­vor­stand Jür­gen St­ack­mann hat­te zu­dem an­ge­kün­digt, dass die Zahl der Händ­ler in Deutsch­land sin­ken soll.

Die Ver­hand­lun­gen ver­lie­fen zeit­wei­se zäh, zu­mal das Ver­hält­nis zwi­schen dem Au­to­kon­zern und den Händ­lern schon durch den Die­selskan­dal ge­lit­ten hat. Auch an­geb­li­che Über­le­gun­gen von VW, das Groß­kun­den­ge­schäft künf­tig in die ei­ge­ne Hand zu neh­men, sorg­ten für Är­ger.

Letzt­end­lich ha­be man aber ge­merkt, „dass wir uns zu­künf­ti­gen Fra­gen nur ge­mein­sam stel­len kön­nen“, er­klär­te Wed­di­gen von Knapp. Ent­schei­dend sei, dass der Han­del die zen­tra­le Schnitt­stel­le zum Kun­den blei­be. Der Händ­ler­ver­bands­vor­sit­zen­de sprach von ei­nem „sehr en­gen Schul­ter­schluss“zwi­schen Her­stel­ler und Händ­lern.

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