Es gibt im­mer mehr Nie­der­sach­sen

Be­völ­ke­rung nä­hert sich der Acht-Mil­lio­nen-Mar­ke / Wirt­schaft wächst über­durch­schnitt­lich

Hannoversche Allgemeine - - NIEDERSACHSEN & DER NORDEN - Von Mar­co Seng

Han­no­ver. Nie­der­sach­sen wächst in vie­len Be­rei­chen: mehr Ein­woh­ner, mehr Wirt­schafts­kraft, mehr Be­schäf­tig­te. Das geht aus dem Nie­der­sach­sen-Mo­ni­tor her­vor, den die Prä­si­den­tin des Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik, Si­mo­ne Leh­mann, am Frei­tag in Han­no­ver vor­ge­stellt hat. Da­mit ist Nie­der­sach­sens Be­völ­ke­rung im sechs­ten Jahr in Fol­ge ge­wach­sen und steu­ert auf die Ach­tMil­lio­nen-Mar­ke zu. En­de des Jah­res 2017 leb­ten gut 7,96 Mil­lio­nen Men­schen in Nie­der­sach­sen, das wa­ren 17 090 Män­ner, Frau­en und Kin­der mehr als im Jahr zu­vor. „Der Be­völ­ke­rungs­ge­winn ist aus­schließ­lich mit der Zu­wan­de­rung aus dem Aus­land be­grün­det, denn es gibt wei­ter­hin ein Ge­bur­ten­de­fi­zit“, sag­te Leh­mann.

Die Wirt­schaft und der Ar­beits­markt ha­ben sich den sta­tis­ti­schen Er­he­bun­gen zu­fol­ge gut ent­wi­ckelt. Die Wirt­schaft wuchs 2017 so­gar stär­ker als im Bun­des­durch­schnitt. Doch die Bi­lanz fällt nicht nur po­si­tiv aus. Die Zahl der Hartz-IV-Emp­fän­ger stieg, die Ar­muts­ge­fähr­dung ging nur leicht zu­rück.

Die Be­völ­ke­rung wächst – aber die Ge­bur­ten­zahl sinkt Die Be­völ­ke­rungs­zahl Nie­der­sach­sens

stieg 2017 auf an­nä­hernd 8 Mil­lio­nen Ein­woh­ner. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht dies ei­nem Plus von gut 17 000 Per­so­nen (plus 0,2 Pro­zent). Der An­stieg fiel da­mit deut­lich ge­rin­ger aus als die – durch ho­he Zu­zü­ge aus dem Aus­land ver­ur­sach­ten – An­stie­ge in den Vor­jah­ren (2015: plus 98 312 Per­so­nen; 2016: plus 22 644 Per­so­nen). Im Ver­gleich zu 2012 stieg die Zahl der Ein­woh­ner in Nie­der­sach­sen um fast 183 800 Per­so­nen.

Im Jahr 2017 leb­ten in Nie­der­sach­sen

9,6 Pro­zent der deut­schen Be­völ­ke­rung. Die Ge­bur­ten­zahl sank 2017 in Nie­der­sach­sen im Ver­gleich zu 2016 um 2,9 Pro­zent. Mit 73 020 Ge­bur­ten er­blick­ten fast 2200 we­ni­ger Kin­der das Licht der Welt als 2016.

3,94 Mil­lio­nen Nie­der­sach­sen ha­ben ei­ne Ar­beit

stieg 2017 ge­gen­über dem Vor­jahr die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen ins­ge­samt, die Zahl der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten und auch die Er­werbs­tä­tig­keits­quo­te. Zu­gleich ging die Ar­beits­lo­sen­quo­te ins­ge­samt und bei den Ju­gend­li­chen zu­rück, eben­so wie die Zahl der ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­ten.

In Nie­der­sach­sen

hat­ten 2017 in Nie­der­sach­sen ei­ne Ar­beit. Im Ver­gleich zu 2016 nahm die Zahl der (am Wohn­ort ge­zähl­ten) Er­werbs­tä­ti­gen um rund 42 500 Per­so­nen (1,1 Pro­zent) zu. Im mit­tel­fris­ti­gen Ver­gleich 2017 ge­gen­über 2012 ent­sprach dies ei­nem Zu­wachs um 5,6 Pro­zent. Der Frau­en­an­teil lag in Nie­der­sach­sen im Jahr 2017 bei 46,2 Pro­zent.

Et­wa 3,94 Mil­lio­nen Per­so­nen

Nie­der­sach­sen zieht Bi­lanz: 17 090 Män­ner, Frau­en und Kin­der leb­ten mehr im Land als noch ein Jahr zu­vor.

Ge­sell­schaft wird äl­ter – und viel­fäl­ti­ger Rund 21,8 Pro­zent der Be­völ­ke­rung

Nie­der­sach­sens wa­ren im Jahr 2017 65 Jah­re oder äl­ter (Deutsch­land: 21,4 Pro­zent). Ge­gen­über 2016 stieg der An­teil um 0,2 Pro­zent­punk­te, ge­gen­über 2012 um 0,7 Pro­zent­punk­te. Ham­burg war 2017 das „jüngs­te“Land (18,4 Pro­zent), Sach­sen und Sach­sen-An­halt wa­ren die „äl­tes­ten“Län­der (25,9 be­zie­hungs­wei­se 26,0 Pro­zent).

hin zu ei­ner äl­te­ren und viel­fäl­ti­ge­ren Ge­sell­schaft setz­te sich in Nie­der­sach­sen fort. Ins­ge­samt gab es trotz Ge­bur­ten­de­fi­zit ei­nen jähr­li­chen Be­völ­ke­rungs­an­stieg auf­grund des Wan­de­rungs­ge­winns. Am häu­figs­ten lie­ßen sich in Nie­der­sach­sen – wie in den Vor­jah­ren – tür­ki­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge

Der de­mo­gra­fi­sche Wan­del We­ni­ger Abitu­ri­en­ten als im Vor­jahr

33 489 nie­der­säch­si­sche Schü­le­rin­nen und Schü­ler

an all­ge­mein­bil­den­den und be­rufs­bil­den­den Schu­len er­lang­ten im Jahr 2016 die all­ge­mei­ne Hoch­schul­rei­fe. Das wa­ren et­wa ein Pro­zent Ab­sol­ven­ten we­ni­ger als im Vor­jahr. Die Zah­len für 2017 sind noch nicht aus­ge­wer­tet. Nie­der­sach­sen er­reich­te da­mit ei­ne Abitu­ri­en­ten­quo­te von 37,8 Pro­zent, was ei­nem Rück­gang von 0,4 Pro­zent­punk­ten ge­gen­über 2015 ent­sprach – und 3,4 Pro­zent­punk­te un­ter dem Bun­des­durch­schnitt von 41,2 Pro­zent liegt. Die höchs­te Quo­te der Abitu­ri­en­ten (oh­ne dop­pel­ten Abitur­jahr­gang) gab es 2016 in Ham­burg (57,4 Pro­zent), die nied­rigs­te in Bay­ern (31,1 Pro­zent).

Die so­ge­nann­te Stu­di­en­be­rech­tig­ten­quo­te,

die ne­ben dem Abitur auch an­de­re Deutsch­land Sach­sen-An­halt ein­bür­gern (1208). Mit 672 Per­so­nen stell­ten die Bri­ten die zweit­größ­te Grup­pe. Da­mit ent­schie­den sich mehr als dop­pelt so vie­le Bri­ten wie im Vor­jahr (295) zu die­sem Schritt. Deutsch­land Ham­burg Ab­schlüs­se be­rück­sich­tigt, lag im Jahr 2016 in Nie­der­sach­sen bei 53,2 Pro­zent – und da­mit et­was über dem Bun­des­durch­schnitt von 52,2 Pro­zent.

FO­TO: JU­LI­AN STRATENSCHULTE/DPA

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