USA kün­di­gen Open Skies

Hannoversche Allgemeine - - POLITIK -

Wa­shing­ton/Ber­lin. Deutsch­lands Bun­des­re­gie­rung will den Aus­tritt der USA aus ei­nem in­ter­na­tio­na­len Mi­li­tär­ab­kom­men zur Rüs­tungs­kon­trol­le ver­hin­dern. Die US-Re­gie­rung hat­te am Don­ners­tag er­klärt, dass sie sich aus dem Open-Skies-Ver­trag zwi­schen den Na­to-Staa­ten und ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern des War­schau­er Pakts zur ge­gen­sei­ti­gen mi­li­tä­ri­schen Luft­über­wa­chung zu­rück­zie­hen will. Der deut­sche Au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas be­dau­er­te die An­kün­di­gung.

„Die Ent­schei­dung der USRe­gie­rung wird nach ei­ner Frist von sechs Mo­na­ten wirk­sam“, sag­te der SPD-Po­li­ti­ker. „Wir wer­den uns in die­ser Zeit zu­sam­men mit un­se­ren gleich­ge­sinn­ten Part­nern in­ten­siv da­für ein­set­zen, dass die US-Re­gie­rung ih­re Ent­schei­dung noch ein­mal über­denkt.“US-Prä­si­dent Do­nald Trump schiebt die Schuld für den Rück­zug der USA aus dem Ab­kom­men Russ­land zu: Weil sich Mos­kau nicht mehr an die Ver­pflich­tun­gen hal­te, sei­en auch die USA nicht mehr an den Ver­trag ge­bun­den. Der Ver­trag zum Of­fe­nen Him­mel („Open Skies“) er­laubt den 34 Un­ter­zeich­ner­staa­ten un­ter an­de­rem meh­re­re Be­ob­ach­tungs­flü­ge pro Jahr im Luf­t­raum der Ver­trags­part­ner. Die Flü­ge die­nen dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um zu­fol­ge der „Rüs­tungs­kon­trol­le in schwie­ri­gen si­cher­heits­po­li­ti­schen Zei­ten“.

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