War­ten auf die Ret­tung der Luft­han­sa

Auf­sichts­rat und Bund fei­len noch an De­tails

Hannoversche Allgemeine - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin/Frank­furt. Das Start­si­gnal für die mil­li­ar­den­schwe­re Ret­tung der Luft­han­sa ver­zö­gert sich. Zwar steht seit Mitt­woch der gro­be po­li­ti­sche Rah­men für Kre­di­te und Staats­ein­stieg un­ter­halb ei­ner Sperr­mi­no­ri­tät, doch der Auf­sichts­rat des Dax-Kon­zerns konn­te sich am Frei­tag noch nicht mit De­tails be­fas­sen. So konn­te das Kon­troll­gre­mi­um auch nicht die für Ka­pi­tal­maß­nah­men not­wen­di­ge au­ßer­or­dent­li­che Haupt­ver­samm­lung ein­be­ru­fen. Für das Ak­tio­närs­tref­fen gilt laut Luft­han­sa ei­ne La­dungs­frist von vier Wo­chen.

Man sei auf ei­nem „sehr gu­ten und kon­struk­ti­ven Weg“, er­klär­te ein Kon­zern­spre­cher ges­tern. Kei­nen Kom­men­tar woll­ten er so­wie Mi­nis­te­ri­en in Ber­lin zu In­for­ma­tio­nen des „Han­dels­blatts“ab­ge­ben, dass es in letz­ter Mi­nu­te zu Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über die künf­ti­ge Ab­nah­me von Air­bus-Jets ge­kom­men sein soll, für die sich der Bund stark­ge­macht ha­ben soll. Auch am Frei­tag gab es zu­nächst kei­nen „wei­ßen Rauch“aus Ber­lin. Am Mitt­woch­abend hat­te Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) ge­sagt, es sei „in Kür­ze“mit ei­ner Ent­schei­dung zu rech­nen.

Wäh­rend Kri­ti­ker feh­len­de Ökoauf­la­gen und man­geln­de Vor­ga­ben zur Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung mo­nier­ten, feil­ten die Be­am­ten in Ber­lin an den tech­ni­schen und recht­li­chen De­tails der ers­ten gro­ßen Staats­be­tei­li­gung an ei­nem Un­ter­neh­men in der Co­ro­na-Kri­se. Da­bei sind stren­ge EU-Vor­ga­ben zu be­rück­sich­ti­gen.

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