8 Waf­fe­lei­sen

Au­ßen knusp­rig, in­nen luf­tig und weich – so se­hen für vie­le per­fek­te Waf­feln aus. Dick­flüs­si­ger Teig, süß oder sal­zig, wird zwi­schen zwei hei­ßen Plat­ten aus­ge­ba­cken. Mit wel­chen Waf­fe­lei­sen sich das duf­ten­de Tra­di­ti­ons­ge­bäck be­son­ders ein­fach her­stel­len l

Haus & Garten Test - - Inhalt - JANINE REI­CHERT

Bel­gisch oder klas­sisch: Wel­che ge­lingt am Bes­ten?

DasP­rin­zip des Waf­fe­lei­sens ist sim­pel, aber be­währt: Herz­stück bil­den zwei an­ti­haft­be­schich­te­te Me­tall­plat­ten. Wer­den sie er­hitzt, ver­wan­delt sich ein­ge­füll­ter Teig in fla­ches Ge­bäck: die Waf­fel. Je nach Art des Ge­räts ent­ste­hen fla­che, na­he­zu run­de Her­zwaf­feln oder Bel­gi­sche Waf­feln. Das sind et­was di­cke­re Le­cke­rei­en mit ei­nem re­gel­mä­ßi­gen, tie­fen Mus­ter.

Die Test­ge­rä­te In un­se­rem Test­la­bor prü­fen wir Waf­fe­lei­sen bei­der Ka­te­go­ri­en. Da­für wäh­len wir ein ein­fa­ches sü­ßes Grund­re­zept. Zum Test­feld ge­hö­ren vier Mo­del­le für Her­zwaf­feln. Hin­zu kom­men vier für die Bel­gi­sche Va­ri­an­te. Drei da­von lie­fern recht­ecki­ge Er­geb­nis­se. Da­ge­gen ent­ste­hen im Ste­ba WA 20 run­de, et­wa 2 cm di­cke Waf­feln – und zwar zwi­schen zwei ke­gel­för­mi­gen Back­plat­ten. Ent­schei­det man sich für Her­zwaf­feln, va­ri­iert das Ge­bäck von Ge­rät zu Ge­rät in Grö­ße und Di­cke nur we­nig. Dies über­rascht nicht: Der Durch­mes­ser der Back­form liegt je nach Her­stel­ler zwi­schen 17 und 19 cm. Mehr Viel­falt herrscht un­ter den Bel­gi­schen Waf­feln. Wäh­rend mit dem dreh­ba­rem Me­lis­sa Waf­fe­lei­sen 16250075 die vier kleins­ten ecki­gen Waf­feln ent­ste­hen, sind es bei dem Waf­fe­lei­sen Ro­sen­stein & Söh­ne die zwei größ­ten.

Ein­ste­cken, auf­hei­zen, los­ba­cken Ge­mein­sam­keit al­ler Test­ge­rä­te: Kaum mit dem Strom­netz ver­bun­den, wer­den die Me­tall­plat­ten heiß. Ein Be­triebs­schal­ter fehlt. Be­vor der Waf­fel­bä­cker den Teig ein­fül­len kann, muss die rich­ti­ge Back­tem­pe­ra­tur er­reicht wer­den. Sind die Plat­ten aus­rei­chend er­hitzt, zei­gen dies op­ti­sche Be­reit­schafts­si­gna­le an. Das kann je nach Her­stel­ler das Auf­leuch­ten oder Er­lö­schen ei­ner Lam­pe an den Be­dien­ele­men­ten oder auf dem De­ckel sein. Aus­nah­me ist hier­bei der Graef WA 80. Prak­ti­scher­wei­se er­tönt zu­sätz­lich bei dem Waf­fe­lei­sen ein Si­gnal­ton. Be­triebs­be­reit sind die Waf­fe­lei­sen in zwei bis fünf Mi­nu­ten. Am schnells­ten star­ten kann man mit dem Ro­sen­stein & Söh­ne NX-77148 und dem Me­lis­sa Dreh­ba­res Waf­fe­lei­sen 16250075 – bei­de bei 1 000 Watt Leis­tung. Am längs­ten dau­ert das Auf­hei­zen bei dem Graef WA 80 (850 Watt) und dem Rus­sell Hobbs Fies­ta 3in1 Sand­wich­toas­ter (750 Watt). Lan­ges Auf­hei­zen heißt nicht im­mer ho­her Ver­brauch. In der Öko­lo­gie be­le­gen die Mo­del­le Graef WA 80 und Me­lis­sa Dreh­ba­res Waf­fe­lei­sen 16250075 die hin­te­ren Plät­ze. Der Teig lässt sich bei al­len Back­ge­rä­ten leicht ein­fül­len – mit ei­ner Schöpf­kel­le und et­was Ge­fühl für die rich­ti­ge Men­ge. Da­für ge­ben ei­ni­ge Her­stel­ler Emp­feh­lun­gen, eben­so Re­zept­tipps. Zum Ste­ba WA 20 Vol­ca­no ge­hört zu­dem ei­ne Do­sier­hil­fe. Aufgepasst: Hier muss die Kon­sis­tenz des Tei­ges ge­nau stim­men. Die Tem­pe­ra­tur so­wie der Bräu­nungs­grad sind bei sechs Test­kan­di­da­ten über Be­dien­ele­men­te ein­stell­bar, bei zwei­en ent­schei­det die Back­zeit über das Er­geb­nis. Wann ei­ne Waf­fel fer­tig ist, zei­gen die Ge­rä­te in der Re­gel durch ei­ne Back­am­pel oder Kon­troll­leuch­ten an. Als be­son­ders hilf­reich er­wies sich in der Ver­suchs­kü­che ein zu­sätz­li­cher Si­gnal­ton beim Graef WA 80.

Si­cher­heit und Ge­wicht Al­le Mo­del­le ste­hen rutsch­si­cher, vom schwe­ren hoch­wer­ti­gen Graef WA 80 bis zum leich­ten Test­sie­ger Clo­er Waf­fel­au­to­mat 1631. Aus Si­cher­heits­grün­den war­nen al­le Her­stel­ler vor Ver­bren­nungs­ge­fahr. Nicht nur die Plat­ten wer­den heiß, Tei­le wie De­ckel und Sei­ten häu­fig eben­falls. Bei Ro­sen­stein & Söh­ne heizt sich bei­spiels­wei­se der Griff deut­lich auf. Teil­wei­se tritt Was-

ser­dampf aus. Auf­fal­lend kühl bleibt der De­ckel des WMF Lo­no Waf­fe­lei­sen Edi­ti­on. Das liegt an ei­nem wär­me­iso­lier­ten Ge­häu­se mit in­te­grier­tem Lüf­ter.

Gold­braun und le­cker Gu­te Waf­feln sind nicht nur ei­ne Fra­ge des Re­zep­tes: Die hei­ßen Ei­sen sol­len die Ober­flä­che gleich­mä­ßig bräu­nen, die Kon­sis­tenz nach dem Ga­ren muss stim­men. Mit al­len Test­ge­rä­ten ge­lin­gen le­cke­re Waf­feln. Im Bräu­nungs­re­sul­tat la­gen ganz klar die Her­zen vorn. Al­le Herz­mo­del­le lie­fer­ten bei Be­trieb im mitt­le­ren Be­reich au­ßen knusp­ri­ges und in­nen luf­tig wei­ches Ge­bäck. Lo­cke­re und saf­ti­ge bel­gi­sche Na­sche­rei­en be­nö­tig­ten im Test hö­he­re Ein­stel­lun­gen oder mehr Zeit. Dank An­ti­haft­be­schich­tung wa­ren al­le Me­tall­plat­ten durch ein­fa­ches Aus­wi­schen zu rei­ni­gen. Rich­tig put­zen ist erst an­ge­sagt, wenn mal was da­ne­ben geht und sich über­schüs­si­ger Teig in Rit­zen fest­setzt. Bei dem Me­lis­sa Dreh­ba­res Waf­fe­lei­sen 16250075 wur­de mit Über­lauf­rin­nen vor­ge­sorgt, au­ßer­dem lan­den Kleck­se in ei­ner ab­wasch­ba­ren Auf­fang­scha­le. Als be­son­ders rei­ni­gungs­in­ten­siv er­wies sich das Ste­ba WA 20 Vol­ca­no. Die ku­bi­sche Form er­schwer­te das Säu­bern. Zu­dem war die Ein­füll­hil­fe nach je­der Waf­fel aus­zu­spü­len, da sich dar­in Res­te fest­setz­ten.

(1) Gleich­mä­ßig ge­bräunt: ei­ne Waf­fel aus dem Clo­er Waf­fel­au­to­mat 1631 (2) Da­ge­gen wer­den beim dreh­ba­ren Waf­fe­lei­sen von Me­lis­sa die Rand­be­rei­che we­ni­ger braun als der Rest der Waf­fel

(3) Die­ses Ther­mo­bild zeigt ei­ne gleich­mä­ßi­ge Tem­pe­ra­tur­ver­tei­lung bei ei­nem Ge­rät für Her­zwaf­feln (4) Beim Test­modell von Me­lis­sa be­legt die Wär­me­bild­ka­me­ra ei­nen Tem­pe­ra­tur­ab­fall von in­nen nach au­ßen

(5) Das Ge­rät von Rus­sel Hobbs ist Waf­fe­lei­sen, Sand­wich­toas­ter und Grill in ei­nem. Ab­stri­che gab es bei Waf­fel­er­geb­nis und Ver­ar­bei­tung (6) Zu weich und hell, zu dun­kel und zu hart? Beim Ro­sen­stein & Söh­ne er­reich­ten wir ei­ne mitt­le­re Bräu­ne bei fast ma­xi­ma­ler Ein­stel­lung

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