Rit­ter Ser­a­no5 im Test

Haus & Garten Test - - Test -

Die Schräg­stel­lung des Schlit­tens ver­leiht dem Al­les­schnei­der Rit­ter Ser­a­no5 ein ge­ra­de­zu pro­fes­sio­nel­les Aus­se­hen. Die Haupt­tei­le der Ma­schi­ne be­ste­hen voll aus Me­tall in at­trak­ti­vem Sil­ber­me­tal­lic-look. Aus­ge­stat­tet mit ei­nem leis­tungs­star­ken Mo­tor, ar­bei­tet der Ser­a­no5 et­was lei­ser als sein Kon­kur­rent von Graef und weist ein hö­he­res Durch­hal­te­ver­mö­gen auf. Zehn Mi­nu­ten Dau­er­be­trieb ma­chen die­sen je­doch noch nicht zum Pro­fi-ge­rät. Und Har­tes – wie tief­ge­kühl­te Le­bens­mit­tel – soll­te man mit ei­nem Al­les­schnei­der für den Haus­halt ge­ne­rell nicht schnei­den. Dau­er- oder Mo­ment­be­trieb Als Si­cher­heits­plus hat der Rit­ter Ser­a­no5 sei­nen Be­triebs­schal­ter oben hin­ten (al­so für klei­ne Kin­der nicht oh­ne wei­te­res er­reich­bar) ins Ge­häu­se ein­ge­las­sen. Ei­ne Be­son­der­heit bie­tet er au­ßer­dem: Er ist als Kom­bi­schal­ter aus­ge­legt. Drückt man ihn nach hin­ten, so läuft die Ma­schi­ne nur so lan­ge, wie der Schal­ter ge­drückt wird. Die Schnitt­stär­ke reicht von un­ter ei­nem bis 23 Mil­li­me­ter, wo­bei die im un­te­ren Be­reich sehr fei­ne Ska­len­ein­tei­lung des Schnitt­stär­ken­ein­stel­lers be­sticht. Da­mit sind op­ti­ma­le Schei­ben­stär­ken ge­ra­de bei den feins­ten Scheib­chen im­mer wie­der auf den Zehn­tel­mil­li­me­ter ex­akt wie­der­hol­bar.

Wel­ches Mes­ser ist bes­ser? Die Schnitt­qua­li­tät bei fri­schem Krus­ten­brot, Kas­ten­weiß­brot, har­ter Sa­la­mi, Schnitt­kä­se, To­ma­ten und Zuc­chi­ni lässt kaum Wün­sche of­fen. Beim Schin­ken­schnei­den al­ler­dings bot das be­reits ein­ge­bau­te Wel­len­schliff­mes­ser kein op­ti­ma­les Er­geb­nis. Es war ein deut­li­cher Ab­riss am En­de er­kenn­bar und die Seh­ne an der Un­ter­sei­te des Schin­kens wur­de auch mehr ge­ris­sen als ge­schnit­ten. Al­ler­dings hat uns Rit­ter für die­sen Zweck ein zu­sätz­livhrd Schin­ken-/auf­schnitt­mes­ser mit glat­tem Rand zur Ver­fü­gung ge­stellt. Da­mit lässt sich ein pro­ble­ma­ti­scher Schin­ken hauch­dünn noch in recht gu­ter Qua­li­tät auf­schnei­den. Auch wenn die Wel­len­schliff-rund­mes­ser als Mul­ti­ta­len­te gel­ten, kön­nen Rund­mes­ser mit glat­ter, schar­fer Schnei­de bei be­son­de­ren Her­aus­for­de­run­gen doch noch bes­se­re Re­sul­ta­te lie­fern. Für feins­ten Auf­schnitt – Stich­wort Car­pac­cio – eig­nen sich glat­te Mes­ser be­son­ders gut.

Fa­zit Wenn man Fleisch oder Kä­se ge­schnit­ten hat, wird schon aus hy­gie­ni­schen Grün­den ei­ne gründ­li­che Rei­ni­gung not­wen­dig. An das Rund­mes­ser kommt man zu Rei­ni­gungs­zwe­cken beim Rit­ter Ser­a­no5 be­son­ders leicht her­an. Man zieht ei­nen En­trie­ge­lungs­he­bel, die Mes­ser­ab­de­ckung springt auf und fällt so­gleich aus ih­rer Nut her­aus. In die­sem Zu­stand lässt sich die Ma­schi­ne aus Si­cher­heits­grün­den nicht in Be­trieb neh­men. Hin­ter der Mes­ser­ab­de­ckung fin­det man ei­nen ab­nehm­ba­ren fla­chen Schlüs­sel, mit dem sich das Mes­ser lö­sen lässt. So so­li­de auch die Ma­schi­ne ge­baut ist, beim Rei­ni­gen ist uns die Ab­deck­klap­pe fast her­un­ter ge­fal­len. Auch die Ver­rieg­lung da­für macht kei­nen halt­ba­ren Ein­druck, ob­wohl sie un­se­ren Test ta­del­los über­stan­den hat. Au­ßer­dem weist die Ma­schi­ne ei­ni­ge Rit­zen auf, in de­nen sich Res­te vom Schnitt­gut fest­set­zen kön­nen.

(1) Ei­ne leicht ab­ge­split­ter­te Kan­te am Weiß­brot ist kein Man­gel (2) Schin­ken läst sich mit dem Wel­len­schliff­mes­ser nicht be­son­ders dünn schnei­den (3) Ab­so­lut gleich­mä­ßig fällt das Schnit­t­er­geb­nis bei Schnitt­kä­se aus (4) Ein Ver­gleich: links die Schnit­t­er­geb­nis­se mit Wel­len­schliff­mes­ser, rechts die mit glat­ter Schnei­de 1 2 3 4

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