Bun­des­li­gist schlägt Kiel

Wolfs­burg nach 3:1 ge­gen Kiel dicht am Bun­des­li­ga-Ver­bleib – Schluss-Of­fen­si­ve des Au­ßen­sei­ters kommt zu spät

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Nord (N / Nord-Ausgabe) - - VORDERSEITE - Von Lars Rei­ne­feld, dpa

Der VfL Wolfs­burg hat sich im Re­le­ga­ti­ons-Hin­spiel ge­gen Hol­stein Kiel ei­ne gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on für ei­nen Ver­bleib in der ers­ten Fuß­ball-Bun­des­li­ga ver­schafft. Die Mann­schaft von Trai­ner Bru­no Lab­ba­dia setz­te sich am Don­ners­tag­abend mit 3:1 (2:1) ge­gen den Zweit­li­gis­ten durch.

Für den Bun­des­li­ga-16. tra­fen Di­vock Ori­gi (13. Mi­nu­te), Jo­sip Bre­ka­lo (40.) und Yu­nus Mal­li (56.). Vor 28 800 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Volks­wa­gen Are­na ge­lang dem Kie­ler Kings­ley Schind­ler le­dig­lich der zwi­schen­zeit­li­che Aus­gleich für den Zweit­li­ga-Drit­ten (34.). Das Rück­spiel ist am nächs­ten Mon­tag in Kiel.

Der VfL Wolfs­burg hat ei­nen gro­ßen Schritt zum nach­träg­li­chen Klas­sen­er­halt ge­macht. Der Bun­des­li­ga-16. ge­wann ges­tern Abend das Hin­spiel der Relegation ge­gen den Zweit­li­ga-Drit­ten Hol­stein Kiel mit 3:1 (2:1) und ver­schaff­te sich da­mit ei­ne sehr gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on für das Rück­spiel in Kiel am Mon­tag.

Vor 28 800 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Volks­wa­gen Are­na er­ziel­ten Di­vock Ori­gi (13. Mi­nu­te), Jo­sip Bre­ka­lo (40.) und Yu­nus Mal­li (56.) die Tref­fer für den Bun­des­li­gis­ten. Kings­ley Schind­ler ge­lang der zwi­schen­zeit­li­che Aus­gleich für den Zweit­li­gis­ten (34.).

Glimpf­lich Schon in der ver­gan­ge­nen Sai­son hat­te sich der deut­sche Meis­ter von 2009 erst in der Relegation ein wei­te­res Jahr in der Ers­ten Li­ga ge­si­chert. Da­mals wur­de Ein­tracht Braun­schweig zwei Mal mit 1:0 ge­schla­gen. Auch die­ses Mal könn­te ei­ne völ­lig chao­ti­sche Sai­son mit zwei Trai­ner­wech­seln und viel Un­ru­he hin­ter den Ku­lis­sen doch noch glimpf­lich en­den. Dem Zweit­li­ga-Auf­stei­ger aus Kiel scheint nach ei­ner ganz star­ken Spiel­zeit da­ge­gen die Krö­nung ver­wehrt zu blei­ben. Vor der Par­tie hat­ten die Wolfs­bur­ger Spie­ler im Sta­di­on-Ma­ga­zin in ei­nem Of­fe­nen Brief noch ein­mal an die ei­ge­nen An­hän­ger ap­pel­liert. „Wir ver­spre­chen euch, dass wir auf dem Platz al­les da­für tun wer­den und bis zur letz­ten Mi­nu­te Voll­gas ge­ben, da­mit der VfL da bleibt, wo er hin­ge­hört: in der ers­ten Li­ga“, hieß es in dem Schrei­ben.

Und in der Tat star­te­ten die Nie­der­sach­sen vol­ler Elan. Im­mer wie­der an­ge­trie­ben vom so oft hef­tig kri­ti­sier­ten Mal­li und von Wir­bel­wind Bre­ka­lo drück­te das Team von Bru­na Lab­ba­dia gleich aufs Tem­po. Da sich aber auch die Gäs­te nicht ver­steck­ten, ent­wi­ckel­te sich ein mun­te­res Spiel­chen, in dem sich der VfL ein Über­ge­wicht er­spiel­te.

Und mit der ers­ten gu­ten Ge­le­gen­heit ging der VW-Club in Füh­rung. Nach ei­ner Her­ein­ga­be von Mal­li schei­ter­te Re­na­to Stef­fen zu­nächst noch an Kiels Tor­wart Ken­neth Kron­holm, doch dann drück­te Ori­gi den Ball aus kur­zer Ent­fer­nung über die Li­nie. Je­ner Ori­gi, der im Vor­feld noch mit sei­nem Nicht­wis­sen über den Geg­ner un­an­ge­nehm auf­ge­fal­len war.

Die Kie­ler wirk­ten zu­nächst sicht­lich be­ein­druckt vom schwung­vol­len Auf­tritt des VfL. In der ers­ten hal­ben St­un­de ka­men die Gäs­te, die mit 71 Tref­fern im­mer­hin über die bes­te Of­fen­si­ve der Zwei­ten Li­ga ver­füg­ten, zu kei­ner nen­nens­wer­ten Ge­le­gen­heit. Ziem­lich über­ra­schend ge­lang Hol­stein da­her in der 33. Mi­nu­te der Aus­gleich. Nach über­ra­gen­der Vor­ar­beit von Do­mi­nick Dr­ex­ler schoss Schind­ler aus kur­zer Ent­fer­nung ein.

Wuch­ti­ger Schuss Doch der VfL schlug noch vor der Pau­se zu­rück. Kiels Ab­wehr­spie­ler Do­mi­nik Schmidt köpf­te den Ball nach ei­nem lan­gen Wolfs­bur­ger Ball di­rekt vor die Fü­ße von Bre­ka­lo, der Kron­holm mit ei­nem wuch­ti­gen Schuss aus 16 Me­ter kei­ne Chan­ce ließ.

Nach dem Sei­ten­wech­sel setz­te der VfL wei­ter auf Of­fen­si­ve und wur­de be­lohnt. Mal­li um­kurv­te Kron­holm und sorg­te für das 3:1. Die Kie­ler ver­such­ten da­nach noch ein­mal al­les und ka­men durch Alex­an­der Müh­ling und Top­tor­jä­ger Mar­vin Ducksch auch noch zu gu­ten Chan­cen, die Wolfs­bur­ger wa­ckel­ten. Zum zwei­ten Kie­ler Tref­fer reich­te es aber nicht mehr.

Fo­to: dpa

Der star­ke Yu­nus Mal­li zeigt es an: Mit zwei To­ren Vor­sprung geht es für sei­ne Wolfs­bur­ger ins Rück­spiel nach Kiel.

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