Pom­mer ju­belt in Thai­land ne­ben Nie­der­hau­ser

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Nord (N / Nord-Ausgabe) - - SPORT - Von Frank Kast­ner, dpa

Freu­de in Fer­n­ost für den Neckar­sul­mer Mar­kus Pom­mer. Auf dem Chang In­ter­na­tio­nal Cir­cuit im thai­län­di­schen Bur­i­ram hat der 27-Jäh­ri­ge an der Sei­te von Patric Nie­der­hau­ser beim zwei­ten Renn­wo­chen­en­de der Blancpain GT Se­ries Asia im ers­ten Lauf ei­nen Start-Ziel-Sieg ein­ge­fah­ren. Nach sei­nem jüngs­ten Tri­umph beim ADAC GT Mas­ters in Most der nächs­te Schritt im für ihn neu­en Mer­ce­des-AMG GT3.

Nicht ganz rund lief es da­ge­gen im zwei­ten Ren­nen für das Fah­rer­duo des Teams Grup­peM Ra­c­ing. Nie­der­hau­ser und Pom­mer hat­ten Pech und be­leg­ten nach ei­ner Durch­fahrts­stra­fe nur Rang elf. „An­sons­ten war es aber fast per­fekt“, sagt Pom­mer. Mit 50 Punk­ten be­fin­det sich Kol­le­ge Nie­der­hau­ser auf Platz zwei der Ge­samt­wer­tung und mit­ten im Kampf um die Meis­ter­schaft – vier Renn­wo­chen­en­den ste­hen in Asi­en noch aus. Bei drei da­von wird Mar­kus Pom­mer wie­der mit da­bei sein: zwei­mal in Ja­pan und ein­mal in Chi­na.

Es sind se­hens­wer­te Rei­se­zie­le – doch für Sight­see­ing blieb Pom­mer zu­min­dest in Thai­land kei­ne Zeit: „Das ein­zi­ge was ich ge­se­hen ha­be, war ein biss­chen was von Bang­kok – aus dem Ta­xi her­aus auf dem Weg vom Flug­ha­fen zur Stre­cke.“Letzt­lich ging es ja auch um neue Ein­drü­cke mit dem Mer­ce­des.

Dies­mal könn­te Ralf Rang­nick in al­len Be­lan­gen nur ver­lie­ren. Der Sport­di­rek­tor von RB Leip­zig hat nach der Tren­nung von Trai­ner Ralph Ha­sen­hüttl ei­ne schwie­ri­ge Nach­fol­ger-Su­che vor sich. Die­se ist bri­san­ter als die Trai­ner­su­che vor drei Jah­ren, die Rang­nick lös­te, in­dem er im Mai 2015 selbst wie­der den Trai­nings­an­zug schlüpf­te. Da­mals über­nahm er in der 2. Li­ga von In­te­rims­trai­ner Achim Bei­er­lor­zer, der drei Mo­na­te zu­vor Auf­stiegs­coach Alex­an­der Zor­ni­ger er­setzt hat­te.

Rang­nicks Mis­si­on in der Dop­pel­funk­ti­on als Trai­ner und Sport­di­rek­tor mün­de­te im Erst­li­ga-Auf­stieg. Der 59 Jah­re al­te Schwa­be wur­de in Leip­zig ge­fei­ert, gilt als Ar­chi­tekt des RB-Auf­stiegs.

Doch nun steckt er in der Zwick­müh­le. Nach dem Schei­tern der von zwei Jah­ren so har­mo­nisch ge­star­te­ten Be­zie­hung von „Ralf & Ralph“steht Rang­nick un­ter ge­nau­es­ter Be­ob­ach­tung. Auch wenn bei­de Par­tei­en sich of­fi­zi­ell ein­ver­nehm­lich ge­trennt ha­ben – es ist der Sport­di­rek­tor, auf den Kri­tik ein­pras­selt.

600 000 Eu­ro Ab­fin­dung Der 50 Jah­re al­te Ha­sen­hüttl bat den Club am Mitt­woch nach zwei Jah­ren um die Auf­lö­sung des Ver­tra­ges, nach­dem der Ver­ein ihm ei­ne vor­zei­ti­ge Ver­län­ge­rung ver­wei­gert hat­te. Er soll laut In­for­ma­tio­nen der „Bild“Zei­tung 600 000 Eu­ro Ab­fin­dung kas­sie­ren. Zu­letzt hat­te Rang­nick sei­ne Aus­sa­gen vom Win­ter re­vi­diert und dem Coach zu­nächst nur ei­ne Zu­sam­men­ar­beit für die kom­men­de Sai­son an­ge­bo­ten. Das war dem Ös­ter­rei­cher, der mit RB in sei­nen ers­ten bei­den Spiel­zei­ten in der Bun­des­li­ga 120 Zäh­ler hol­te und da­mit – auf die Drei-Punk­te-Re­gel um­ge­rech­net – ei­nen al­ten Re­kord des FC Bay­ern ein­stell­te, zu we­nig.

Ha­sen­hüttl ge­noss bei den Fans und im Team höchs­tes An­se­hen. Er hat­te im ers­ten Jahr mit Vi­ze-Meis­ter­schaft und Cham­pi­ons-Le­agueQua­li­fi­ka­ti­on bahn­bre­chen­den Er-

Fo­to: dpa

Ralf Rang­nick im Sta­di­on. Zieht sich der RB-Sport­di­rek­tor, wie vor drei Jah­ren, selbst noch­mal den Trai­nings­an­zug an? Oder ge­lingt ihm ein Ver­pflich­tungs-Coup?

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