Kla­re­re Re­geln für Le­bens­mit­tel ge­for­dert

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis West (W / West-Ausgabe) - - SERVICE -

Bil­der von Früch­ten oder die Be­zeich­nung „tra­di­tio­nell“auf Le­bens­mit­teln kön­nen nach Ein­schät­zung eu­ro­päi­scher Ver­brau­cher­schüt­zer ir­re­füh­rend sein. Des­halb müss­ten die Re­geln für die Kenn­zeich­nung von Le­bens­mit­teln ver­schärft wer­den, for­der­te der Ver­brau­cher­schutz­ver­band Beuc ges­tern von den EU-In­sti­tu­tio­nen. Nach EU-Recht dürf­ten Le­bens­mit­tel-Eti­ket­ten nicht in die Ir­re füh­ren, sag­te Beuc-Che­fin Mo­ni­que Goy­ens. „Trotz­dem nut­zen Her­stel­ler recht­li­che Grau­zo­nen aus und las­sen ih­re Pro­duk­te hoch­wer­ti­ger er­schei­nen als sie ei­gent­lich sind.“

Beuc nennt drei üb­li­che Tricks, mit de­nen Ver­brau­cher ge­täuscht wer­den: Be­zeich­nun­gen wie „tra­di­tio­nell“oder „na­tür­lich“, die den Ein­druck be­son­de­rer Qua­li­tät er­we­cken; die Ab­bil­dung von Früch­ten auf Pro­duk­ten, in de­nen der tat­säch­li­che Frucht­an­teil ver­schwin­dend ge­ring ist; so­wie die Be­schrei­bung als „Voll­korn“-Pro­dukt, ob­wohl kaum Voll­korn drin­steckt.

Die Ver­brau­cher­schüt­zer for­dern, Be­grif­fe wie „tra­di­tio­nell“oder „na­tür­lich“müss­ten klar de­fi­niert wer­den. Zu­dem müs­se es für selbst er­nann­te Voll­korn-Pro­duk­te ei­ne Un­ter­gren­ze für den Voll­kornAn­teil ge­ben. Le­bens­mit­tel, auf de­nen be­stimm­te Zu­ta­ten wie Früch­te be­son­ders her­vor­ge­ho­ben wer­den, müss­ten eben­falls ei­nen Min­dest­an­teil die­ser Zu­tat ent­hal­ten.

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