Trumps Dog­ma lau­tet Rück­zug

Heuberger Bote - - NACHRICHTE­N & HINTERGRUN­D - Von Frank Herr­mann

Als Do­nald Trump auf Wahl­kampf­büh­nen ver­kün­de­te, er wer­de Ame­ri­kas schein­bar end­lo­se Mi­li­tär­prä­senz in Kon­flikt­ge- bie­ten be­en­den, war das mit ein Grund da­für, dass er im No­vem­ber vor drei Jah­ren die Wahl ge­wann. Die „Boys in Uni­form“aus Kri­sen­ge­bie­ten nach Hau­se zu ho­len, es ent­sprach der Stim­mung im Land, der Er­nüch­te­rung nach dem Fi­as­ko des Irak­kriegs. Und so bi­zarr, so kai­ser­lich selbst­ge­fäl­lig Trumps Tweets bis­wei­len an­mu­ten – für Stim­mun­gen hat er ein si­che­res Ge­spür.

Er­go soll das Ver­spre­chen, sich von den Krie­gen zu ver­ab­schie­den, die in sei­nem Duk­tus bis in al­le Ewig­keit ge­führt wer­den, ei­nen Stütz­pfei­ler sei­ner Wie­der­wahl-Kam­pa­gne bil­den. Sein Dog­ma lau­tet Rück­zug, egal, wie die La­ge im De­tail aus­se­hen mag. Be­glei­tet wird es von der Dau­er­kla­ge, nach der die Al­li­ier­ten auf Kos­ten Ame­ri­kas auf dem Tritt­brett mit­fah­ren. Oder dass sie sich, wie im Fal­le der sy­ri­schen Kur­den­mi­li­zen, ih­re Feld­zü­ge all­zu teu­er be­zah­len las­sen. Ob ihn die Pro­tes­te re­pu­bli­ka­ni­scher Se­na­to­ren doch noch zur Rol­le rück­wärts be­we­gen, muss sich zei­gen.

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